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Duits Militair Kerkhof

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Historisches Ereignis
Ortstyp: Historisches Ereignis
Adresse: 8600, Vladslo, Houtlandstraat
Anzahl der Texte: 1
4 stars
Von Wizpr.guide | Referenz iBeakon | © All rights reserved
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DEUTSCHER SOLDATENFRIEDHOF

Auf dem deutschen Waldfriedhof in Vladslo liegen 25.644 deutsche Soldaten begraben, die im Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 gefallen sind.

Ursprünglich lagen hier nur die sterblichen Überreste von 3.233 Soldaten, nach 1958 kamen über 22.000 Gebeine hinzu.

Unter ihnen war auch Peter Kollwitz, Student aus Berlin und Sohn der Käthe Kollwitz, der im Alter von 17 Jahren in Esen (in der Nähe von Diksmuide) und kaum zwei Monate nach Ausbruch des Krieges an der belgischen Front fiel.

Seine Einheit bestand hauptsächlich aus Studenten, die zu Beginn de Kriegs in den Militärdienst eingetreten waren. Kollwitz wurde bei einem Angriff seiner Kompanie auf das 11. Line-Regiment der belgischen Armee getötet, welches verzweifelt die Ijzer bei Diksmuide verteidigte. Die Verluste unter den militärisch schlecht ausgebildeten Jugendligen waren so groß, dass dieses Ereignis spätrer als “Massaker an den Unschuldigen“ in die Geschichte einging.

Kollwitz wurde in Esen begraben, aber später im Jahre 1958 nach Vladslo umgebettet.

Das weltberühmte Selbstbildnis Trauerndes Elternpaar wurde 1932 zunächst auf dem Gräberfeld bei Esen aufgestellt. 1958, als die toten Soldaten umgebettet wurden, folgten die Skulpturen auch Peter zu seiner letzten Ruhestätte in Vladslo. Die Augen des Vater schauen auf das Grab des Sohnes…

Käthe Kollwitz beschäftigte sich nach dem Tod ihres Sohne mit sozialistischer und pazifistischer Philosophie und kam zu dem Schluss, dass der Tod ihres Sohne völlig überflüssig war. Sie hatte kein leichtes Leben, denn auch Ihr Enkel Peter Junior fiel während des zweiten Weltkrieges (1939 bis 1945) an der russischen Front. Sie selber starb am 22. April 1945 – zwei Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges – in ihrem letzten Brief schrieb Käthe: “Der Krieg begleitet mich bis zum Ende.“

Die Geschwister André, Gerard und Maria Museeuw pflegten, öffneten und schlossen den

Friedhof 50 Jahre lang.

[Übersetzung aus dem Englischen: Ingo Reichart]

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