Das Gymnasium Léonie de Waha

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Als überzeugte Feministin eröffnete Léonie de Waha im Jahr 1868 ein Institut, das jungen Mädchen den Zugang zu höherer Bildung ermöglichte, die zu jener Zeit Jungen vorbehalten war. Im Laufe der Zeit wurde mit der ständig steigenden Anzahl der Schülerinnen und aufgrund der Umwandlung der Institution in ein Gymnasium der Bau eines neuen Gebäudes unumgänglich.
Das 1938 eingeweihte Gymnasium spiegelt die modernistischen Thesen jener Zeit auf dem Gebiet der Architektur und der Städteplanung wider. Der Architekt Jean Moutschen hat sie für das gesamte Projekt umfassend umgesetzt. Das Gebäude ist mit zahlreichen Arbeiten renommierter Lütticher Künstler ausgeschmückt (Flachreliefs, Gemälde, Fenster und Mosaike, die über das ganze Gebäude verteilt sind). Auf der mehr oder weniger fensterlosen Fassade zeichnen sich, aus dem weißen und blauen Stein gestaltet, strenge Linien ab. Drei große Basreliefs und eine monumentale Uhr verzieren die Fassade, die 30 m Höhenmaß und eine ebensolche Breite umfasst. Hier, wie beim übrigen Gebäude, herrscht Funktionalität vor, Symmetrie und die Suche nach hoher Qualität in der Nutzung: Festsaal, Schwimmbad und Sporthalle sind schallisoliert, die Ausrichtung der Räume zielt auf eine bestmögliche Sonneneinstrahlung usw. Dabei wird die Umgebung mit hochwertigen dekorativen Elementen verschönert, bei denen das junge Mädchen und der Unterricht, die Welt der Arbeit und die Verherrlichung der Wallonie im Mittelpunkt stehen.
Unter Denkmalschutz mit einer Schutzzone  (17. Mai 1999)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen

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