L’ancienne Halle al’Chair

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Die ehemalige Fleischhalle, am linken Ufer der Sambre gelegen, wurde zwischen 1588 und 1590 unter dem Befehl von Philippe II erbaut. Die Arbeiten leiteten die Baumeister des Grafen Conrad II de Nuremberg und Bastien Sion. Es handelte sich um einen Akt der Propaganda des spanischen Regimes nach langen Jahren der Zwistigkeiten. Namur übernahm die Rolle der Hauptstadt in dieser Politik der Rückeroberung der Niederlande. Diese symbolische Funktion kommt auch in der Inschrift über dem Eingang zum Ausdruck « armoiries en grande forme de Sa Majesté mises à ladicte halle », die 1859 durch den Skulpteur Jehan David in Stein gehauen wurde. Die ehemalige Fleischhalle bekleidete eine Reihe von Funktionen, bevor sie zum Museum der Architektur wurde: sie war eine Sonntagsschule, berherbergte Geschäfte, ein Arsenal, ein Krankenhaus, einen Tempel für die protestantischen Truppen der holländischen Garnison und ein Theater für die französischen Soldaten in Folge der Belagerung von 1746. Das Gebäude besteht aus einem langen Schiff aus Backstein und Blaustein in rechteckiger Anlage. Seine traditionelle maasländische Architektur trägt markante Merkmale der Renaissance vom Ende des 16. Jahrhunderts. Heute ist es das einzige erhalten gebliebene, öffentliche zivile Gebäude, seit der Zerstörung des Rathauses im Jahr 1826. Im Bauwerk ist zudem eine außergewöhnliche Treppe mit geraden, übereinander liegenden Treppenläufen aus Stein und Holz beachtenswert. Sie ist wahrscheinlich die älteste ihrer Art.
Unter Denkmalschutz (15. Januar 1936)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen

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Belgien

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