Die romanische Kapelle Saints-Pierre-et-Paul

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Die romanische Kapelle Saints-Pierre-et-Paul ist der Chor der ehemaligen Kirche gleichen Namens. Sie wurde im Jahr 1104 erstmalig erwähnt und zwischen 1130 und 1158 während der Amtszeit von Abt Wibald erbaut. Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts aufgegeben und zu einer Kapelle umfunktioniert. Damals wurde entschieden, nur den Chor zu erhalten und das verkürzte Bauwerk mit einer neoromanischen Fassade zu schließen. Die Restaurierung der Kapelle im 20. Jahrhundert wurde von dem Architekten A. Barentsen durchgeführt. Die Kirche wies wohl einen Turm, ein dreijochiges Mittelschiff mit Seitenschiffen und einen Chor auf. Die heutige Kapelle besteht nur aus einem Presbyterium und der Apsis des ursprünglichen Chores. Der Turm und die Seitenschiffe wurden 1665 zerstört, das Mittelschiff im Jahr 1893 eingeebnet. In dieses Presbyterium aus Kalkbruchstein fällt das Licht durch zwei Fenster ein. Seine Seitenflächen verziert ein Fries mit Arkaden, die auf Pilastern aufliegen. Es hat einen quadratischen Grundriss und eine Decke mit Kreuzrippengewölbe. Die Apsis ihrerseits wird von einem Halbkuppelgewölbe abgeschlossen. Die Kapelle wird von einem Schieferdach gekrönt. Während der Restaurierungsarbeiten wurde der Kalkverputz von den inneren Wänden abgenommen, wobei auf den Nord- und Südmauern des Presbyteriums außergewöhnlich schöne Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert ans Tageslicht kamen.
Unter Denkmalschutz (1. September 1933)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen (Wandmalereien, um 1500)

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