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Das Hôtel de Sélys-Longchamps

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Das Hôtel de Sélys-Longchamps ist ein gotisches Bauwerk vom Beginn des 16. Jahrhunderts. Es wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgestaltet und um 1911 für Maurice de Sélys-Longchamps durch den Architekten E. Jamar noch einmal verändert. Das Stadtpalais besteht aus zwei U-förmigen aneinander liegenden Teilen, die ein gedrehtes H formen.
Zur Straßenseite hin wird das Hôtel von einer Begrenzungsmauer geschützt, die ein Tor aufweist, und zwei Giebelseiten verbindet. Am linken Giebel befindet sich ein kapellenförmiger Erkervorsprung. Das Eingangsportal aus dem 18. Jahrhundert führt auf einen Ehrenhof, um den sich der Wohntrakt und zwei Gebäudeflügel gruppieren.
Zur Stadtseite hin stehen der Hauptfassade des Wohntraktes, die auf einen Terrassengarten hinausläuft, zwei Seitenflügel bei. Der linke Flügel hat einen Giebel mit Voluten und Fries. Der rechte Flügel weist an der Fassade einen Rundturm auf, von dem man urkundliche Erwähnungen seit dem 13. Jahrhundert fand.
Das Ensemble der Gebäude zeigt typisch gotische Charakteristiken (Dreipassbogen, Dreipassmaßwerk, Arkade, Gewölbekappendecke, etc.), Elemente traditioneller Architektur (Kreuzfenster, Stabwerkfenster, Türschwellen und mit Ziermauerleisten verlängerte Durch-(Übergänge), Gitterstabrahmen etc.), aber man findet auch rekonstruierte Teile, die von der Italienischen Renaissance beeinflusst sind (monumentale Türen und Dachgauben der Fassade an der Straßenseite), etc.
Beachtenswert sind bestimmte Innendekorationen, die dem Stadtpalais seinen außergewöhnlichen Charakter verleihen: Stuck, chinesische Dekors, Kunsttischlerarbeiten und Staff.
Unter Denkmalschutz (13. Mai 1942)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen (bestimmte Elemente der Innendekoration: chinesische Dekors, Stuck, Staff, Kunsttischlerarbeiten)

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Belgien

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