Collégiale Notre-Dame

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Nahe der Maas gelegen, deren Bett manchmal überläuft und am Fuße einer steilen Felswand eingezwängt, die durch Stahlstangen und ein festes Netzt gegen Steinschlag geschützt ist, liegt die Stiftskirche Notre Dame. Überragt von der Zitadelle nimmt sie im Herzen der Stadt einen festen Platz ein, trotz der wenig freundlichen Umwelt und der zahlreichen kriegerischen Attacken, die sie während ihrer Geschichte erlebt hat.
Es ist eine schöne gotische Kirche. Zuerst fällt ihr eigenartiger Zwiebelglockenturm auf. Als sie 1924 renoviert werden sollte, entstand eine heftige Polemik zwischen Gegnern und Befürwortern dieses Turmes, der ursprünglich 1566 errichtet worden war. Gegen die Stimmen der Puristen, die der Meinung waren, der Turm passe nicht zu einem gotischen Gebäude, setzten sich schließlich die Befürworter der Beibehaltung durch, deren Meinung nach „Dinant ohne Zwiebelkuppel nicht mehr Dinant…“ sei.
Von außen sind die Eingangsportale der Kirche zu bewundern. Innen vermittelt das in örtlichem Kalkstein errichtete Gebäude einen majestätischen Eindruck und eine Atmosphäre der Besinnlichkeit, dies auch dank der fortdauernden Melodie einer Hintergrundmusik.
Man beachte das große Kirchenfenster, eines der größten Europas, auf dem die Heilsgeschichte dargestellt ist. Weitere Kirchenfenster, hinten im Chor, erzählen die Geschichte der Stadt und der Stiftskirche. Bemerkenswert sind einige Gemälde der Kirchengeschichte und, überraschend, ein Werk des berühmten aus Dinant stammenden Malers Antoine Wiertz. Es ist mit dem Titel „Wir sehen uns im Himmel wieder“ den Eltern gewidmet. Im hinteren Teil der Kirche befinden sich Holzstatuen der Heiligen Lambert und Materne.

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