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Schielo

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Datenquelle: Ollemarkeagle

Am 21. August 1430 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt und hat auch im Jahr 1488 noch bestanden. Anschließend fiel Schielo wüst und wurde erst während der 1530 begonnenen Rekolonisierung im Jahr 1546 erneut besiedelt. Nach der Wiederbesiedelung gehörte der Ort zu Anhalt, zum Justizamt Harzgerode. Die Bewohner betrieben Ackerbau und Viehzucht, ein weiterer Erwerbszweig war das Holzhauen. Auswirkungen des Dreißigjährigen, des Siebenjährigen Krieges und des Napoleonfeldzuges, insbesondere durch Plünderungen und die Verpflichtung, große Truppenkontingente durchziehender Krieger zu verpflegen sind für Nachbarorte, nicht aber für Schielo selbst überliefert.
In den Anfängen des 19. Jahrhunderts blühte in der Gemeinde das Korbmacherhandwerk. Zu dieser Zeit sicherte sich ein erheblicher Teil der Einwohner mit der Fertigung von jährlich ca. 25.000 Körben ihren Lebensunterhalt. Im Jahr 1833 wird von einem Jahresumsatz von ca. 3500 Talern in der Korbmacherei berichtet. Durch die zunehmende Fichtenanpflanzung kam es zur Verdrängung der im Unterholz vom Laubwäldern gedeihenden Haselsträucher, die als Rohmaterial für die Körbe dienten. Verschiedene Eingaben und Forderungen der Korbmacher Mitte des 19. Jahrhunderts zur Eindämmung des Fichtenanbaus bei Forstamt und Landtag blieben allesamt erfolglos. Immer mehr Korbmacher wurden zu Landwirten oder arbeiteten bei Bauern in der Umgebung als „Harzmäher“. In den 1920er Jahren verschwand die Korbmacherei endgültig aus Schielo. Aus dem Korbmacherdorf wurde ein Bauerndorf.

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Harz, Deutschland

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