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Universität Orléans

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Datenquelle: Croquant

Copyright: CC 3.0

Zusammen mit den Universitäten von Paris, Toulouse, Avignon und Montpellier zählt die Universität Orléans zu den ältesten Universitäten in Frankreich und Europa, ihre Gründung geht auf das Jahr 1230 zurück. Bereits 1235 wurde der Stadt Orléans durch Papst Gregor IX. das Recht verliehen Römisches Recht zu lehren; 1306 erfolgte die Gründung der Universität Orléans per päpstlicher Bulle durch Papst Clemens V. In den Jahren nach der Gründung studierten St. Yves und Clemens V. in Orléans Rechtswissenschaften und trugen zum guten Ruf der Universität bei. Sie profitierte vor allem davon, dass in Paris die Lehre des Römischen Rechts seit 1273 verboten war. Mehrere Professoren und viele Studenten kamen deswegen nach Orléans. Die Universitätsstadt wurde so zu einem Zentrum der Rechtswissenschaften, besonders des Zivilrechts. Das "Quartier latin" von Orléans entstand in der historischen Altstadt südlich der Kathedrale. Die Professoren unterrichteten meist in ihren eigenen Wohnungen. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Gebäude "Salle des Thèses" mit Spitzbogengewölbe diente der Universität als Bibliothek und war gleichzeitig Prüfungssaal. Jean Calvin war hier Student und lehrte auch für kurze Zeit in Orléans. Der Niedergang der Universität verstärkte sich ab 1679, als Römisches Recht auch wieder in Paris gelehrt wurde. Im Jahr 1793 wurde die Universität im Zuge der französischen Revolution geschlossen.
Die heutige Universität wurde im Jahr 1960 auf dem Campus in der Satellitenstadt Quartier de la Source wiedereröffnet. Minister Pierre Sudreau bezeichnete die Universität Orléans bei der Wiederöffnung als das "französische Oxford". Der Universität gelang es, ihre Reputation über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart beizubehalten. Sie zählt daher auch heute, insbesondere im Bereich der Rechtswissenschaften, zu den wichtigsten Universitäten Frankreichs. Die Universitätsleitung hat das Schloss Château de la Source nahe der Quelle des Loiret bezogen. Die Universität gliedert sich heute in vier Fakultäten . An den Studienorten Bourges, Chartres, Indre und Orléans befinden sich vier Institute und eine Polytechnische Schule . Präsident der Universität Orléans ist Youssoufi Touré.

Datenquelle: Wikipedia.org

Copyright: CC 3.0

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