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Volto Santo von Lucca

Kunst-Mitte

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Datenquelle: Fabri18

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Der Volto Santo von Lucca ist ein im Hochmittelalter geschaffenes hölzernes Kruzifix in der Kathedrale von Lucca. Es stellt den gekrönten, in eine gegürtete Tunika gekleideten Heiland nicht leidend dar, sondern als Triumphator, mit langem Bart, offenen Augen und aufrecht vor dem Kreuz stehend. Schon früh hat das Bildwerk eine Krone bekommen. Es birgt Reliquien vom Kreuzesstamm sowie von der Dornenkrone und dem Gewand Jesu, ist also zugleich ein Reliquiar. Sein Material ist Nußbaum, die Höhe beträgt 2,50 m. Da es ein hoch verehrtes Gnadenbild und eines der wichtigsten Pilgerziele des Mittelalters war, verbreitete sich der Bildtyp des Volto Santo in viele europäische Regionen.
Während die ältesten historisch belegbaren Spuren des Volto Santo erst aus dem 11. Jahrhundert stammen, greifen die legendenhaften Berichte über das Kultbild in die Anfänge des Christentums zurück. Demnach soll der im Johannesevangelium genannte Nikodemus das Abbild Christi nach dessen Auferstehung, von Engeln angeleitet und ohne eigenes Zutun, gebildet haben. Im Jahre 742 sei das Kruzifix in den toskanischen Hafen Luni gebracht worden. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Luni und Lucca habe es letztere am Ende für sich gewinnen können. Als gesichert kann gelten, dass seit dem Ende des 11. Jahrhunderts ein überlebensgroßer Kruzifixus im Dom von Lucca von den Gläubigen als authentisches Bild des Heilandes verehrt wurde. 1119 wurde über ihm ein Ziborium errichtet, das 1484 von Matteo Civitali erneuert wurde.

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Lucca, Italien

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