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Menton ist eine ausgezeichnete Ausgangsbasis, um den östlichsten Teil der Côte d'Azur zu erkunden. Wie könnten wir besser starten als mit einem kräftigen Spaziergang nach Monaco, dem Paradies der Reichen.
Die meisten nehmen selbstverständlich das Auto oder die Bahn ins Zentrum von Monaco, aber wir entscheiden uns, zu Fuß zu gehen. So können wir die wunderschöne Landschaft rund um Menton und Monaco genießen. Wir sind stets in Gesellschaft des azurblauen Wassers des Mittelmeers. In der Ferne sehen wir Monaco langsam aufsteigen. Die Küstenlinie wird dort von typischen Hochhäusern der 70er Jahre flankiert.
Der Wanderweg zwischen Menton und Monaco ist schön angelegt und flirtet permanent zwischen Land und Wasser. Am Weg stehen duftende Kiefern. Das Meer plätschert gegen die weißen Felswände und die Sonne glitzert im klaren Wasser. Später sehen wir einen Hubschrauber bei einem der riesigen Häuser entlang der Küste landen. Dies ist ein unglaublich schöner und angenehmer Spaziergang, den wir jedem gern empfehlen würden.
Nach 9 Kilometern Fußmarsch kommen wir in Monte Carlo an, das vor allem dank des Casinos bekannt ist. Wir fühlen uns wie ein echter James Bond und betreten - zwar in Shorts und T-Shirt - das Casino. Die Spieltische befinden sich in einem abgeschiedenen schicken Bereich. Froh verlassen wir das Casino und genießen die mondäne Umgebung mit Sportwagen und großen Brunnen auf dem Casinoplatz.
Ganz Monaco scheint mit Sportwagen teurer Marken überzogen zu sein. In diesem nach dem Vatikan zweitkleinsten Land der Welt zirkuliert eine Menge Geld. Das zeigt sich auch an den riesigen Appartementgebäuden, die entlang der Küste von Monaco Stadt gedrängt stehen. Es wirkt alles sehr nach den 70ern, die modernsten Gebäude sind es nicht. Dennoch kostet es ein Vermögen, hier etwas zu kaufen oder zu mieten.
Auf einem Hügel liegt Vieux Monaco. Entlang breiter Treppen scharen sich Horden von Touristen nach oben. Dort werden wir mit einem wunderschönen Panorama über den Hafen und den Rest der Unterstadt verwöhnt. Vieux Monaco besteht aus einem großen leeren Platz mit dem plumpen Palais Princier, dem Fürstenpalais. Hinter dem Palais liegen schmale Gassen voller kleiner Terrassen und ähnlicher Geschäfte. Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre und die Zeit vergeht dort schnell.
Bevor wir es merken, bricht der Abend über die Stadt herein. Von Vieux Monaco aus haben wir einen schönen Überblick über den Hafen und das Meer.
Abends gehen wir selbstverständlich nicht zu Fuß zurück nach Menton, sondern nehmen die Bahn. Im Bahnhof von Monaco kann man vom Boden essen. Das Geld kriecht hier wirklich überall.
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