St.-Agnesbegijnhof Kirche

Datenquelle: Agentschap Onroerend Erfgoed, 01-01-1978, ©Vlaamse Gemeenschap

Urheberrechte: All rights reserved

Beschreibung

Die Begijnhofkirche, kurz nach der Gründung des Begijnhofs im Jahr 1265 gegründet, wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts erweitert und im 15. Jahrhundert nochmals vergrößert. Historie Der Bau der Kirche begann kurz nach der Gründung des Begijnhofs im Jahr 1265. Die ältesten Teile (Westfassade und die ersten vier Joche des Schiffs) stammen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und sind mit spätromanischen und frühgotischen Elementen versehen. In der zweiten Bauphase, zu Beginn des 14. Jahrhunderts, wurde der Chor gebaut. Aus der letzten Bauphase, im 15. Jahrhundert, stammen die letzten vier Chorjoche und die Scheibogen zwischen dem südlichen und dem Mittelschiff der ersten vier Joche. In derselben Zeit wurde das Dach erhöht und das hölzerne Tonnengewölbe eingezogen. Eine erste Restaurierung des Gebäudes fand von 1934 bis 1945 statt. Seit 1975 fanden umfassende Restaurierungsarbeiten unter der Leitung des Architekten P. Van Mechelen statt. Beschreibung Der Grundriss beschreibt ein dreischiffiges Schiff mit acht Joche, von denen die letzten vier (Chorseite) im Verhältnis zu den ersten (Schiff) zurückspringen. Der Chor mit zwei Joche und fünfseitigem Abschluss rundet das Ganze ab. Strebepfeiler mit zwei Einschnitten stützen alle Teile. Der Aufbau ist pseudo-basilikal, und je nach Phase wurden verschiedene Baumaterialien verwendet; zudem sind die ersten vier Joche des Schiffs höher und haben breitere Seitenschiffe. Die Westfassade besteht größtenteils aus Quarzit aus Overlaar, Mergel wurde für die Partien auf Dachhöhe verwendet, sowie für bestimmte architektonische Details, und der zentrale Fassadengiebel ist mit Backstein und Geflecht verziert. Die Fassade ruht auf einem Sockel mit Mergelsteinverkleidung und wird von senkrecht platzierten Strebepfeilern mit Einschnitten je nach Fassadenhöhe gestützt, die die dreiteilige Fassadenstruktur betonen. Der zentrale Teil, mit teilweise durch Giebel akzentuiertem Giebelfeld, umfasst ein Rundbogenportal in einer profilierten, mergelsteinernen Einfassung mit negblöcken, gekrönt von zwei spitzbogigen Fenstern in Überlagerung. Die Seitenschiffe verfügen jeweils über ein spitzbogiges Fenster. Alle Spitzbögen haben eine Mergelstein-Maulwerkverzierung. Über die Fassade verläuft ein Wasserliste aus Gobertangestein, die sich über den vorderen Teil der seitlichen Fassaden erstreckt. Der erste Teil des Schiffs (Westen) ist in verputztem Tuffstein erbaut, auf einem Sockel aus Quarzit. Über die Fassadenfläche sind einfache Spitzbogenfenster verteilt. Der zweite Teil des Schiffs (Osten) ist in Backstein erbaut, erneut auf einem Quarzit-Sockel, und Mergelstein wurde für die Strebepfeiler und die Wasserliste verwendet. Diese Wasserliste ist hier höher anzusiedeln als das Gobertange-Exemplar im vorderen Teil. In der Südseite des Schiffs befindet sich ein Rundbogen Türchen mit mergelsteinernen negblöcken und abgeschrägtem neg. In der Nordfassade befindet sich ein ähnliches, kalksteinernes Türchen. Neben den Spitzbogenfenstern umfassen die Fassaden auch zwei Rundbogenfenster mit Mergelsteintracierung. Der Chor ist aus Quarzit erbaut, mit einem Mergelsteinbereich unter dem Dachrand. In der südlichen Fassade ist ein mergelsteinernes Rundbogenportal vorgesehen, mit einer 'skulpturierten' Darstellung des Lammes Gottes im Bogenfeld. Mergelstein-Spitzbogenfenster ruhen auf einer Wasserliste aus Gobertangestein. Die Kirche wird von einer beeindruckenden Schieferdachstruktur gedeckt: Mittelschiff und Chor haben Satteldächer, die Seitenschiffe Pultdächer; das erste Chorjoch wird von einem Glockenstuhl mit eingeschnürtem Nadelschaft akzentuiert. Innenraum Der Innenraum der Kirche ist teilweise verputzt. Tuffstein wurde für die Wände der Seitenschiffe, die Innenseite der Westfassade sowie für die nördliche Scheibogenarkade verwendet. Backstein wurde für die südliche Scheibogenarkade verwendet, und alles andere ist in Mergel ausgeführt. Die spitzbogenförmigen Scheibogen ruhen auf Pfeilern mit Imposten, und ein profilierter, spitzbogenförmiger Triumphbogen trennt Schiff und Chor. Die Chorwände sind mit spitzbogenförmigen Lisenen auf halbsäulen versehen. Das Mittelschiff ist mit einem bemalten Holztonnengewölbe gekrönt, die Seitenschiffe mit flachen Holzdecken. Überall an den Wänden sind bedeutende Malereien aus dem 13., 14., 15. und 16. Jahrhundert erhalten geblieben. Her und da verstreut zeugen zudem feine Grabsteine aus verschiedenen Epochen von einer lebendigen Geschichte.

Datenquelle

Datenquelle: Defresne, Serge & Gyselinck, Jozef (2005)

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Adresse: Begijnhof, Sint-Truiden

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