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Sint-Pietersabdij

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Abtei

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Datenquelle: Antonius Sanderus

Die Sankt-Peters-Abtei ist eine ehemalige Benediktinerabtei in Gent, der Hauptstadt der Provinz Ostflandern im Königreich Belgien. Das Kloster liegt an einem alten Scheldearm auf dem Blandinberg , einem Hügel, der mit 28 m der höchste Punkt von Gent ist.
Auf einem Hügel namens Blandinium gründete der Mönch Amandus im 7. Jahrhundert zur Regierungszeit des fränkischen Königs Dagobert ein Kloster, aus dem später die Benediktinerabtei von Sankt Peter hervorging. Im Laufe der Jahre konnte das Kloster durch allerlei Schenkungen seinen Besitz mehren. Karl der Große soll das Kloster Blandinium kurz vor seinem Tod noch wieder herrichten lassen haben. Karls Sekretär und Architekt Einhard wurde von dem Sohn und Nachfolger Ludwig dem Frommen dort zum Laienabt ernannt. Schon im Jahre 815 soll dort am Südhang des Blandinbergs Wein angebaut worden sein. Um 870 erwarb Baldwinus Ferreus , erster Graf von Flandern das Kloster. Sein Sohn, Baldwin der Kahle , zweiter Graf von Flandern, ist der Klosterchronik zufolge auf dem Hügel gestorben und ebenfalls dort begraben. Wie alle Klöster in Flandern hatte auch St. Peter unter den Wikingerraubzügen zu leiden. Um 960 ließ Graf Arnulf der Große das Kloster aufwändig wiederherstellen und wurde kurz darauf ebenfalls hier zur letzten Ruhe gebettet. Über das Mittelalter sollen hier insgesamt fünf flandrische Grafen begraben worden sein, weshalb der Ort in der Geschichte Flanderns eine besondere Bedeutung hat. Wegen seiner Bedeutung entstand um das Kloster herum ein regelrechtes Klosterdorf . Während der Reformationszeit erfasste der Bildersturm dann das Kloster. Nach dem Einmarsch französischer Truppen wurde das Kloster im Jahr 1796 aufgelöst. Den Anbau von weißen Weintrauben, der am Südhang des Hügels, hinunter zur Schelde, betrieben wurde, ließ Napoleon verbieten, wohl um die französischen Weinbauern vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen. Die Mönche kehrten nach dem Ende der Besatzung nicht zurück. Die Klosterkirche wurde von nun an durch die benachbarte Kirchengemeinde genutzt, da deren Kirche Onze-Lieve-Vrouw 1799 abgebrochen worden war. Die ehemalige Klosterkirche trägt deshalb seitdem die Doppelbezeichnung Onze-Lieve-Vrouw-Sint-Pieterskerk. Das Klostergebäude selbst diente weltlichen Zwecken. Die Abtei wird heute als Museum und Ausstellungsraum verwendet, und am sonnenbeschienenen Südhang sind wieder Weinstöcke zu sehen. Am Zusammenfluss von Schelde und Leie, nicht weit vom ersten Kloster entfernt, gründete Amandus ein weiteres Kloster mit Namen „Ganda“ . Aldawin oder auch Allowin von Haspengau, angeblich ein Sohn des Pippin von Landen und danach Bruder von Begga und Gertrudis, trat in das erste Kloster von Armandus ein und nahm den Namen Bavo an. Nach seinem Tod wurden seine Überreste ins zweite Kloster gebracht, das seit dem 9. Jahrhundert seinen Namen trägt.

Datenquelle: Wikipedia.org

Copyright: CC 3.0

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Adresse

Sint-Pietersplein 9
9000 Gent
Oost-Vlaanderen
Belgien

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