Datenquelle: Jean-Pierre Fack
Es handelt sich um einen außergewöhnlichen Bunker innerhalb des gesamten TPG (Tête du Pont de Gand). Einerseits hat dieser Bunker einen Notausgang und andererseits wurde dieser Bunker in die Hügelkette der ehemaligen Mühle eingegraben. Heutzutage wird dieser Standort immer noch "Gijzelmolen" genannt. Diese Mühle verschwand 1931. Am Pfingstmontag brannte sie während eines heftigen Gewitters ab (offizielle Ursache). 'Av' ist die Abkürzung für 'avancé' oder 'vorverlagert'. Es handelt sich um einen Bunker, der weiter vorne platziert wurde, um seine Kriegsrolle besser erfüllen zu können, nämlich das tiefer gelegene Terrain gut zu beobachten und unter Feuer zu nehmen. Der Bunker hat zwei Schussöffnungen und ist mit Tiroler Wellblech getarnt.
Der Eingang des Bunkers ist ebenfalls besonders. Dieser Bunker hat, im Gegensatz zu den meisten Bunkern, keinen Eingang über eine Treppe nach unten, sondern hatte seinen Eingang über den Mühlenberg. Mittels Steigeisen konnte man dann den Bunker betreten. Die beiden Kammern im Bunker sind für die Aufstellung eines Maxim-Maschinengewehrs vorgesehen. Zusätzlich gab es auch eine Vorrichtung für die Aufstellung eines Hotchkiss- oder Colt-Maschinengewehrs. In der zweiten Kammer befand sich der Notausgang. Die Außenmauer des Bunkers war an dieser Stelle nur einen halben Stein dick. An der Innenseite waren eiserne Profile angebracht, die entlang einer schmalen Nut oben entfernt werden konnten. Die Wand konnte man mit einem Eisenprofil oder dem Kolben eines Gewehrs wegstampfen. An den Wänden waren Haken und Regale vorgesehen. Die Haken zum Aufhängen verschiedener Materialien wie Helm und Rucksack. Die Regale waren eiserne Haken, auf denen ein Eichenbrett lag. Auf diesem Brett wurden die Munitionsgurte abgelegt. Während der Schlacht um Gijzenzele wurde der Bunker von der 13. Kompanie des 6. Linienregiments bemannt und bestand aus einem Abschnittsleiter, zwei Geschützführern, zwei Ladern und zwei Schützen.
Im Jahr 1962 wurde von der damaligen Ebes eine graue Elektrizitätskabine direkt vor den Schussöffnungen errichtet. In den 90er Jahren wurde die Kabine durch ein grünes Exemplar ersetzt. Momentan wurde die Kabine neben den Bunker versetzt, wodurch man einen besseren Blick auf den Bunker erhält.
Datenquelle: onroerenderfgoed.be
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Adresse: Gijzenzelestraat, 9860 Oosterzele, Oost-Vlaanderen, Belgien
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