Bron: Jan Rymenams
Dieses Bild des Künstlers Maarten Ceulemans entstand, nachdem 2013 die Van Thielenbrücke erneuert wurde. Der damalige Bürgermeister André Peeters formulierte es wie folgt: 'Das ist die Kirsche auf der Torte der Anlage der Pater Raskinkade. Der Fisch illustriert die positive Entwicklung der Demer als wunderschönen Biotop. So wie der Titel 'Demerdromen' die Vorstellungskraft anregt, regt die Skulptur die Fantasie an. Jeder kann sich seine eigene Geschichte zur Skulptur ausdenken.'
Bis weit ins 19. Jahrhundert war die Demer ein sehr fischreicher Fluss. Aber nicht jeder durfte im Ancien Régime einfach fischen. Der lokale Herr hatte das Recht auf 'Wasser und Wind'. So war der Herzog von Aarschot Herr über die Demer innerhalb der Stadt. Der Herr verpachtete bereits ab dem 13. Jahrhundert dieses Herrschaftsrecht und so wissen wir, dass das Haus 'das rote Schild' ab 1596 fast 200 Jahre lang mit einem Fischkasten fischen durfte. In diesen Kästen war ein eng zulaufendes Netz, so dass die Fische darin hineinschwimmen, aber unmöglich hinauskommen konnten. Besonders Aale, die tagsüber einen dunklen Platz suchen, sind die Opfer.
Erst ab Napoleon wurde zwischen öffentlichen und privaten Gewässern unterschieden. Die öffentlichen Gewässer gehörten der Stadt (gewöhnlich dem 'OCMW') oder dem Staat. Auch zwischen Berufs- und Gelegenheitsanglern gab es einen Unterschied. Dementsprechend konnte man eine Fischereilizenz erhalten. Lange Zeit wurden diese über eine öffentliche Ausschreibung an den Höchstbietenden vergeben. In den 1970er Jahren zahlte man in Aarschot 300 Franken (7,5 €) für ein Jahr. Rentner zahlten die Hälfte, und Nicht-Aarschoter mehr als dreimal so viel.
Es wurde auch mit der Angel gefischt. Der Köder waren Würmer, Made und fliegende Ameisen. Sonnende Hechte wurden mit einer Schlinge gefangen. Aber der Aal war der Demer-Fisch schlechthin. Demer-Aal kostete auf dem Fischmarkt in Leuven mehr als anderer Aal. 'Poeren' war eine gängige Fischmethode. Dabei wird einfach ein Knäuel von Würmern an einem Wollfaden ins Wasser gelassen, und die Aale saugen sich daran fest. Die Kunst war es, vorsichtig den Fang herauszuholen, da der Aal sich ziemlich leicht losließ. rechtzeitig mit einem Fischsieb oder sogar einem umgekehrten Regenschirm bereit zu stehen, war die Botschaft.
Ein bekannter Sportangler in Aarschot war Karel Rutgeerts (1875-1939), nicht so sehr wegen seiner Leistungen, sondern weil er Journalist war. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Fischarten und war vor allem für seine Kolumne 'Fischers Rubrik' in der Wochenzeitschrift 'De Klok' bekannt. Er verfolgte die Entwicklungen genau und so sagte er 1937 voraus, dass das Fischen mit Kunstködern, 'Reels' und Wurfrollen eine Revolution im Sport bedeuten würde.
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