Datenquelle: Jan Rymenams
Von 1870 bis 1919 diente diese barocke Kapelle als Gotteshaus für die zahlreich zugewanderte deutsche Gemeinschaft. Diese Zuwanderer waren vor allem in der Nähe der heutigen Rue Marie-Henriette und Prés-Javais konzentriert, in einem Viertel, das nicht zufällig „La petite Prusse“ genannt wurde.
Die erste Einwanderungswelle entstand um 1840, als vor allem qualifizierte Arbeitskräfte und Techniker aus Aachen, Monschau und der Eifel nach Verviers kamen, das sich industriell im Aufschwung befand. Sie fanden hier bessere Chancen, Arbeit zu finden oder mehr zu verdienen.
Die katholische Gemeinde war sehr aktiv, aber auch die protestantische Gemeinschaft war so bedeutend, dass in dem Tempel von Hodimont deutschsprachige Gottesdienste abgehalten wurden. Die deutschsprachigen Schulen zählten im Durchschnitt etwa 300 Schüler. Es gab deutsche Cafés und deutsche Zeitungen. Es gab sogar eine eigene deutschsprachige Abteilung der Ersten Internationale.
Um 1870 setzte eine neue Einwanderungswelle ein. Es gibt mehrere Gründe dafür: die wirtschaftlich schwierigen Zeiten führten dazu, dass deutsche Arbeiter zu den Fabriken in Verviers kamen, nicht zuletzt angezogen von der Tatsache, dass das soziale Klima bei uns noch Kinderarbeit erlaubte. Das war in Preußen bereits früh geregelt. Aber auch der Kulturkampf von Bismarck war ein Anreiz für die Auswanderung. Die Katholiken wurden im unter preußischer Herrschaft vereinigten Deutschen Kaiserreich unterdrückt. Der Militärdienst war außergewöhnlich lang. Mehrere deutsche religiöse Orden ließen sich in Verviers und im Land von Herve nieder.
Im Jahr 1887 lebten in der breiten Agglomeration etwa 14.000 Deutsche in der Region, davon 12.000 in Verviers selbst. Das bedeutet etwa ein Viertel der Einwohner. Wallonen und Deutsche lebten in dieser Zeit friedlich nebeneinander. Aber der Erste Weltkrieg machte abrupt Schluss mit dieser Harmonie, und nach 1918 hört man nichts mehr von dieser einst so blühenden Gemeinschaft.
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