Die Landesfrauenklinik Magdeburg ist ein Krankenhaus in der Magdeburger Gerhart-Hauptmann-Straße im Stadtteil Stadtfeld Ost, welches mit Gründung der Medizinischen Akademie Magdeburg als eine von zwei Frauenkliniken in die Hochschule integriert wurde. Heute sind in dem Gebäude die Universitätsfrauenklinik und die Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg untergebracht.
Die Ursprünge gehen auf eine Anordnung Friedrich II. von Preußen aus dem Jahre 1772 zur Gründung von Provinzial-Hebammenlehranstalten zurück. Wilhelm Voigtel wurde 1795 zum Hebammenlehrer an die Magdeburger Provinzialschule berufen. 1798 schloss er ihr die erste geburtshilfliche Klinik, das Gebärhaus, an. 1823 löste ihn Friedrich Leberecht Trüstedt als Direktor der Hebammenlehranstalt ab. Bereits nach zwei Jahren übernahm Carl Eduard Voigtel , ein Neffe von Trüstedts Vorgänger, die Einrichtung, die er von 1826 bis 1864 leitete. Von 1827 bis 1849 vertrat er zusätzlich an der Medizinisch-chirurgischen Lehranstalt die Theorie der Geburtshilfe, die von August Varges von 1827 bis 1849 praktisch unterrichtet wurde. Varges war bereits seit 1823 Lehrer für die praktische Ausbildung an der Magdeburger Hebammenlehranstalt. 1876 ging die Hebammenschule in der Kreuzgangstrasse in die Verwaltung der Provinz Sachsen über und wurde damit zur Provinzial-Hebammenlehranstalt. Vorübergehend war Johannes Benjamin Brennecke an der Provinzial-Hebammenlehranstalt tätig, der sich 1876 als erster Facharzt für Frauenheilkunde in Magdeburg niedergelassen hatte. Brennecke trat für eine Erweiterung des Netzes geburtshilflicher Kliniken neben den damals fast nur vorhandenen Ausbildungskliniken ein, da diese von mittellosen verheirateten Frauen weitgehend gemieden wurden. 1880 eröffnete er im Magdeburger Stadtteil Sudenburg eine Privatklinik in Trägerschaft eines Frauenvereins unter der Bezeichnung Wöchnerinnenasyl. Die Einrichtung ersetzte bis 1919 eine bis dahin noch fehlende städtische Frauenklinik.
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Dirección: Magdeburg, Alemania
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