Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz ist eine kommunale wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland. Sie hat einen Bestand von rund 700.000 Medieneinheiten. Ihre Anfänge reichen in das Jahr 1477 zurück.
Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek geht auf die Bibliotheca Universitatis Moguntinae der 1477 gegründeten Kurfürstlichen Universität zurück, die im Zuge der Revolutionskriege 1798 durch die französische Regierung aufgehoben wurde. Stadtbibliothek und Martinus-Bibliothek sind die beiden ältesten Bibliotheken in Mainz; ihre historischen Bestände ergänzen sich und stammen teilweise aus identischen Provenienzen. Den größten Teil ihrer älteren Bücher verdankt die Stadtbibliothek den Bibliotheken der 1773 aufgelösten Mainzer Niederlassung der Jesuiten sowie der 1781 aufgehobenen drei reichsten Klöster der Stadt, Kartause, Reichklara-Kloster und Altmünster. Auch die handschriftlichen und gedruckten Bestände aus den Bibliotheken der in der Säkularisation aufgehobenen Bettelorden – etwa der Augustiner-Eremiten, der Franziskaner , der Karmeliten und der Kapuziner – spiegeln sich im historischen Fonds wider. Aufgrund dieser Quellen liegt der deutliche Themenschwerpunkt der Altbestände auf den Fächern Theologie, Philosophie, Geschichte, Jura und Philologie. Beachtung verdienen die umfangreichen Schenkungen in großer thematischer Vielfalt von Einzelpersonen, Klerikern, Angehörigen der Universität Mainz und Bürgern aus Stadt und Umland, die direkt oder auf dem Weg über die aufgelösten Klöster an die Bibliothek gelangten. Die Bestandsvermehrung im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde nicht unwesentlich durch Schenkungen und Nachlässe von privaten Buchbesitzern aus der Stadt Mainz und ihrem rechts- und linksrheinischen Umland, etwa aus dem Rheingau, Rheinhessen, der Pfalz, geprägt. Aus der Vielzahl von Donatoren des ausgehenden 19. Jahrhunderts seien der Mainzer Medizinalrat Dr. Carl Wenzel und sein Sohn, der Indologe Dr. Heinrich Wenzel, genannt. Exemplarisch für herausragende Privatbibliotheken, die mehrheitlich Eingang in die Rarasammlung fanden, ist die Bibliothek des Mainzer Kanonikers und Sprachlehrers Johannes Petrus Schick im Umfeld des kurfürstlichen Hofs um Johann Philipp von Schönborn, Johann Christian von Boyneburg und Gottfried Wilhelm Leibniz.
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Adresse: Mainz, Allemagne
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