Willkommen in Muiden, einer schönen alten Festungsstadt. Der Name Muiden stammt von dem mittelalterlichen Namen der Stadt Amuda. Das bedeutet: an der Mündung des 'A'. Der A ist die alte Bezeichnung für den Fluss Vecht.
Die Stadt liegt also an der Mündung der Vecht, und das ist ein strategisch wichtiger Ort. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sie sich daher zu einer wichtigen Festungsstadt. Das ist eine Stadt, die einen strategischen Standort schützt, in diesem Fall Amsterdam. In einer auf Verteidigung ausgerichteten Stadt findet man viele Wälle und Kanäle. Muiden hat auch ein Fort und eine Batterie zum Schutz der Stadt.
Auch für ihre Schleusen ist Muiden bekannt. Diese haben vor allem eine militärische Funktion. Dank der Zuiderzee, dem Fluss Vecht, einigen großen Wasserflächen und diesen Schleusen konnte man überfluten: Gebiete absichtlich unter Wasser setzen. Hier in Muiden, im Jahr 1672, zog sich Holland hinter eine Wasserlinie zurück und konnte französische Truppen dank der Überflutungen aufhalten. Das war der Beginn der Alten Holländischen Wasserlinie. Seit 1816 ist Muiden Teil der Neuen Holländischen Wasserlinie. Und ab 1892 war die Stadt Teil der Stellung von Amsterdam.
1926 wurde die Festung Muiden offiziell aufgelöst. Dennoch gibt es viele Elemente in der Stadt, die auf die Vergangenheit als Festung und Stadt an der Wasserlinie verweisen. Lassen Sie sich von dieser charmanten historischen Stadt verzaubern. Ihr Spaziergang beginnt heute bei der Westbatterie.
Westbatterie Muiden
Hier stehen Sie vor der Westbatterie. Das ist ein Turmfort, das erbaut wurde, um die Niederlande und den Hafen von Muiden entlang des Wassers zu verteidigen.
Trotz des mittelalterlichen Aussehens wurde das Fort erst 1852 erbaut. Sie sehen sofort, dass es komplett aus Ziegelsteinen errichtet ist. Mit diesen Ziegelsteinen wurde innen wunderschön gemauert. Es gibt gebogene Wandflächen und ringförmige Gewölbe. In und auf dem Turm konnte man Geschütze platzieren. Es gab auch eine Zugbrücke und einen Wassergraben von nicht weniger als 8 Metern Breite.
Leider wurde das Fort schnell veraltet. Es war nicht mehr nutzbar, als eine Granate erfunden wurde, die Ziegelmauern sofort zum Einsturz brachte.
Und dann? Der Wassergraben wurde zugeschüttet. Das Dach wurde mit Erde bedeckt. Und man nutzte das Fort nicht mehr zur Verteidigung. In den 60er Jahren begann man in den Geschützräumen Champignons zu züchten. Etwas später, in den 70er Jahren, wurde es die Basis der Seescouts. Sie waren es, die dafür sorgten, dass das Fort ausgegraben und renoviert wurde.
So sehen Sie jetzt sofort, wofür das schön gemauerte Fort ursprünglich diente: Verteidigung.
Bron: Oneindig Noord Holland
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Adres: westbatterij, Muiden
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