Datenquelle: Vlaamse Gemeenschap, 07-09-1981, ©Vlaamse Gemeenschap
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Eingepflanzt östlich des dreieckigen, ehemals bewaldeten Dorfplatzes, inmitten des ummauerten Friedhofs mit schönem eisernen Zugangstor an gusseisernen Säulen und zwei flankierenden Linden im Westen auf dem Friedhof, links von der Kirche, steinernes Bild des Heiligen Herzens Jesu, von 1929. Calvarienbergkapelle gegen die Friedhofsmauer hinten, zugleich Grabkapelle von Pfarrer J. De Clerck, von circa 1900. Kirchweg zwischen zwei Mauern an der Nordseite, der zur Pfarrei führt. Ursprüngliche, einschiffige Kreuzkirche mit Kreuzungsturm auf quadratischer Basis und achteckiger Glockenkammer, aus Doorniker Stein in unregelmäßiger Verblendung, vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1232 Pfarrei im Besitz des Gentse Sint-Pietersabtei, das das Patronat besaß und für Reparaturen und Erweiterungen verantwortlich war. Laut aufbewahrten Rechnungen bedeutende Arbeiten hauptsächlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: nördliches Seitenschiff aus Ziegeln gebaut und Boden 1768 erhöht, Reparaturen an Kirche, Turm und Chor 1773 unter der Leitung von L. De Villegas, dem Religions- und Baumeister der Abtei, Decke von 1775 und Bereicherung der Einrichtung. Laut Skizzen von A. Van Lokeren von 1846 außen noch weitgehend gotisches Aussehen. Neue Erweiterung von 1852-55 nach Entwurf des Architekten F. Cardon, Sohn, ausgeführt von dem Bauunternehmer E. Soetes: Bau des südlichen Seitenschiffs, identisch mit dem nördlichen, Abreißen des Kreuzungsturms und Erweiterung der Kirche nach Westen mit einem Joche mit eingebautem quadratischen Westturm und erhaltenem, aber erhöhtem und dreiseitig erweitertem Chorgestühl und Sakristei aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls angepasstes Interieur im 18. Jahrhundert Stil mit identischen Stuckdecken und Arkade im südlichen Schiff. Zweite Sakristei von 1860. Bedeutende Beschädigung im Ersten Weltkrieg durch die Sprengung des Turms, bei der das Turmjoch vollständig zerstört wurde sowie alle Glasfenster. Restauriert 1922 unter der Leitung des Architekten A. Poppe, unter anderem mit der Verlagerung der Uhren auf das Dach. Letzte Restaurierung und Neuanstrich 1983 (siehe Gedenkstein) unter der Leitung des Architekten M. De Vleeschhouwer. Aktuelle Kirche mit rechteckigem Grundriss im pseudo-basilikanischen Stil, Schiff und Seitenschiffe aus sieben Jochen mit eingebautem Turm und Chor von einem Joch mit dreiseitigem Abschluss. Schlichte Backsteinbauten auf einem Sockel aus Sandstein, mit Erhalt und sandsteinernen Ecksteinen zwischen dem ersten und zweiten Joch des nördlichen Seitenschiffs, hinweisend auf den 18. Jahrhundertsteil. Deckendes Schieferdach. Westfassade mit Rundbogenportal in profiliertem Arduinrahmen mit Imposten und Schlussstein, darüber Rundbogenfenster und krönende Nische. Quadratischer Turm mit zwei Geschossen mit rundbogigen Gitteröffnungen; eingeschnürter achteckiger Spitzhelm. Krönendes Kreuz und Wetterfahne mit dem Jahr 1855. Seitengiebel und Chor mit gewölbten, flach umrandeten Fenstern (Buntglas) und an die Traufe anschließender profiliert verputzter Band. Spuren einer geschlossenen gewölbten Tür im zweiten nördlichen Joch. Innenraum. Homogenes 18. Jahrhundert Erscheinungsbild mit auffällig breitem Mittelschiff und schmalen Seitenschiffen, die durch Rundbogenarkaden auf verputzten Säulen mit Kapitellen getrennt sind. Mittelschiff mit Holztonnengewölbe, Seitenschiffe mit gedrückten Gewölben mit Stuckverzierungen, die durch Gurtbögen getrennt sind. Schei- und Gurtbögen bereichert mit typischen Louis XV Muschel- und Rocaille-Motiven (original im nördlichen Schiff, nachgeahmt im südlichen Schiff). Chormauern mit bemalten Holzvertäfelungen und polychromer Schablonenmalerei darüber. Mobiliar: Gemälde: 15 Gemälde auf Leinwand, die Geheimnisse des Rosenkranzes, von 1776, laut F. De Potter zugeschrieben an van Reyschoot und restauriert (?) im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts; Heiliger Hieronymus in seinem Arbeitszimmer, Flämische Schule, 17. Jahrhundert; Unsere Liebe Frau reicht den Rosenkranz dem Heiligen Dominikus Guzman, Flämische Schule, 18. Jahrhundert. Hauptaltar, Portikalaltar, polychromiertes und marmoriertes Holz, aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nördlicher Seitenaltar von Unsere Liebe Frau, Portikalaltar in polychromiertem und marmoriertem Holz, gespendet von S. Delebecque-Van Goethem im Jahr 1856 (siehe Gedenkstein rechts). Südlicher Seitenaltar des Heiligen Rochus von Montpellier, Portikalaltar in polychromiertem und marmoriertem Holz, aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts. Eichenholzpredigtstuhl von D. Latte, von 1857 mit Fragmenten (Schale?) von einem Predigtstuhl von 1779. Im Süden Beichtstuhl aus Eichenholz, aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Im Norden Beichtstuhl aus Eichenholz, von 1853 von J.B. Haeck. Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert mit kupfernem Deckel. Orgel von J. Anneessens, von circa 1925 möglicherweise mit einigen erhaltenen Pfeifen von der Peteghem-Orgel von 1787, 1875 von L. Lovaert verändert und im Ersten Weltkrieg zerstört. Alte Grabsteine: innen in der Chormauer, in einem Schrank rechts vom Hauptaltar, weißmarmorierte Platte mit Inschrift zu Ehren von A.F. Volcaert, 1681, und im Boden; in der nördlichen Außenmauer ein verwitterter arduino Grabstein ebenfalls von A.F. Volcaert, Herrn von Welden, (1681) ursprünglich innen, unter dem alten Turm gelegen, und 19. Jahrhundert Grabsteine. Eine Pieta-Kapelle von 1945, die von einem Haus an der Klosse stammt, wurde wieder gegen die Kirche erbaut.
Datenquelle: Bogaert, Chris & Lanclus, Kathleen (1991)
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Adresse: Dorp, De Pinte
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