In diesem kleinen Park findest du einen der bemerkenswertesten Bäume Belgiens. Die Dicke oder Tausendjährige Eiche steht hinten im Park. Diese mächtige Sommereiche hat einen Stammdurchmesser von 6,20 Meter und eine Höhe von 24 Meter. Die Sommereiche ist ein einheimischer Vertreter der Eichenfamilie. Sie hat ein nahezu ungestieltes Blatt, aber ihre Eicheln wachsen an einem deutlichen Stiel. Die Sommereiche wächst langsam und hat besonders hartes und dauerhaftes Holz. Früher wurde neben dem Holz und den Früchten (Viehfutter) auch die Rinde der Eichen geschätzt, da sie sehr viel Gerbsäure enthält (die für die Gerbung von Leder benötigt wird). Links vorne im Park siehst du die Junge Eiche (ca. 350 Jahre) und den Millenniumbaum (gepflanzt im Jahr 1999). Sie sind, wie die Dicke Eiche, Sommereichen.
SITUATION
Der Park liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen dem Dorfkern von Lummen im Südosten und dem von Meldert im Nordwesten.
Landschaftlich befindet er sich am Rand des Willekensbergs und des breiten Tals der Zwarte Beek.
Die landwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung schafft ein abwechslungsreiches Bild von Feldern und Wiesen, die oft von Baumreihen und Hecken umgeben sind; vereinzelt kommen einige Gehölze und Sträucher vor. Das Ganze bildet eine typische Landschaft und dank des ausgeprägten reliefs der Gegend hat man dort wunderschöne Ausblicke.
GESCHICHTE
Bereits bei den Druiden und Kelten war die Eiche ein heiliger Baum. Im fränkischen Zeitalter machte das Gericht viermal im Jahr einen Ausflug in ihr Gebiet, um Gerichtssitzungen abzuhalten. Diese fanden in einer Region statt, in der es eine mehr oder weniger dichte Bevölkerung gab und wo das Gericht einen angemessenen Aufenthaltsort fand. Das Weiler Mellaer, wo der Gerichtsbäume steht, war so ein Aufenthaltsort.
Der Ort, an dem sich die Tausendjährige Eiche befindet, wird im Kataster als „Das Verband“ bezeichnet, was darauf hinweist, dass das Gericht unter der Dicken Eiche tagte.
In den Rollenregistern von „Het Landje Lummen“ (Ende des 17. Jahrhunderts) wird erwähnt, dass die zum Tode Verurteilten, auch wenn das Urteil in Thiewinkel oder anderswo gefällt wurde, zur Vollstreckung der Strafe zum „Verband“ gebracht wurden, also zur Dicken Eiche.
Jahrelang blieb die Gegend um die Eiche nahezu unbebaut. Zeugen berichteten, dass dieser unheilvolle Ort am besten zu meiden war.
Allmählich wurde der Baum jedoch wiederentdeckt und die Schaulustigen strömten herbei. Zusammen mit der umliegenden Landschaft wurde der Baum am 8. März 1940 von Monumenten und Landschaften klassifiziert.
PFLEGE
Leider hatten einige Menschen wenig Respekt vor dem Baum und seiner Umgebung. 1967 wurde sogar im Herzen der Eiche Feuer gelegt.
Um den Baum gegen solche Arten von Vandalismus zu schützen, schien es damals ratsam, den hohlen Stamm mit Beton aufzufüllen. Durch das Engagement einiger Lummenarer beschloss die Gemeinde 1973 den Kauf der Grundstücke, auf denen sich die Eichen befinden. Von einem echten Management, das auf beide Eichen und die umliegende Landschaft abgestimmt ist, wurde jedoch nicht viel unternommen.
Im September 1983 erhielten die damals stark verfallene Dicke Eiche und Junge Eiche die Aufmerksamkeit, die sie verdient hatten. Das Gebiet, in dem sie sich befanden, wurde renoviert und die Bäume wurden in Zusammenarbeit mit renommierten Baumchirurgen gepflegt.
Das Klima verschonte den Baum jedoch nicht. Bei starken Sommerstürmen im Jahr 1988 brach der schwerste Ast vom Baum. Das Ergebnis war eine Wunde mit einem Durchmesser von etwa einem Meter und Saftstromverlust über etwa 25 % der Stammmfläche. Der Baum wurde unterstützt, indem sein Standort optimiert wurde. Dazu wurde eine Analyse und ein Durchlässigkeitstest des Bodens unter der Tausendjährigen Eiche durchgeführt. Auf dieser Basis wurde mit Hilfe modernster Techniken eine Bodenverbesserung durchgeführt. Inwieweit diese Eingriffe die Lebensfähigkeit dieses doch schwächlichen Baums erhöhen werden, bleibt vielleicht für immer ein Rätsel. Sollte das Schlimmste eintreten,
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Direcció: Lummen, Limburg, Bèlgica
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