Als am 28. September 1918 das alliierte Endoffensiv beginnt, sind nicht nur die Bodentruppen, sondern auch die Luftwaffe im Kampf beteiligt. Die kleine belgische Luftwaffe wird von Einheiten der britischen Fifth Group RAF (Brigadegeneral C.L. Lambe) unterstützt. Darüber hinaus gibt es auch Verstärkung durch Staffeln der Second British Army. Die Unterstützung besteht darin, „offensive Patrouillen“ durchzuführen: Bombenflüge auf Ziele, die für die Bewegungen der deutschen Truppen von entscheidender Bedeutung sind: Bahnhöfe, Fahrzeugkolonnen, Bahnknotenpunkte usw. Eine der Staffeln der 2. britischen Armee ist das 48. Squadron RAF. Zu ihr gehört der Pilot James Basil Cowan, 24 Jahre alt, geboren in Australien aus irischen Eltern und Unterleutnant. Am 3. Oktober ’18 erhält die Staffel den Auftrag, Izegem zu bombardieren. Cowan startet in seinem Bristol Fighter E 2523. An Bord hat er Ludlow Norman Jones als Beobachter. Jones ist 21 Jahre alt, hat den Grad eines Leutnants und stammt wie Cowan aus Irland. Während des Flugs taucht eine Gruppe von 12 deutschen Fokkers aus dem Süden auf. Sie greifen über Ingelmunster an. Ein Fokker wird östlich von Ingelmunster abgeschossen, ein zweiter nördlich von Lendelede und ein dritter Fokker stürzt brennend nordwestlich von Izegem ab. Auf britischer Seite beschränken sich die Verluste auf ein Flugzeug, das von Cowan und Jones. Ihr Flugzeug wird zuletzt um 17:50 Uhr in der Umgebung von Ingelmunster gesehen. Sie kehren nicht zur Basis zurück und werden als vermisst im Einsatz aufgezeichnet. Auf einem Feld in der Nähe der Onlede Molen, etwa 15 km nordwestlich des Ortes des Luftgefechts, ist das Flugzeug von Cowan und Jones abgestürzt. Abgedriftet, verfolgt und schließlich abgeschossen, oder einfach ein Motorschaden, wer kann das schon sagen? Der Absturz wird beiden fatal. Pilot Cowan, der sofort tot gewesen sein muss, wird in der Nähe des ersten christlichen Symbols, das man finden konnte, dem Feldkreuz an der Hofstelle Colpaert (jetzt Danny Verduyn) beerdigt. Was mit Lt. Jones, dem Beobachter, passiert ist, ist unklar. Höchstwahrscheinlich hat er den Absturz überlebt und wurde schwer verletzt ins deutsche Lazarett in Lichtervelde gebracht. Er stirbt noch am selben Tag und wird auf dem deutschen Ehrenfriedhof beerdigt. Cowan wird später auf den britischen Friedhof in Dadizele überführt, Jones auf den New British Cemetery in Harelbeke.
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