Datenquelle: Vlaamse Gemeenschap, 01-01-1987, ©Vlaamse Gemeenschap
Urheberrechte: All rights reserved
Im Jahr 1603 kaufte Bürgermeister Nicolaas Rockox (1560-1640) das Haus namens "Sint-Jacob", modo "Den Gulden Rinck" (Nummer 10) und das angrenzende Haus (Nummer 12) und baute beide Gebäude zu einem Gesamtwerk im Renaissancestil um. Im Jahr 1714 wurde das Haus verkauft und teilweise umgebaut. Auf das Jahr 1715 im Giebel von Nummer 10 wird verwiesen. Restaurierungsarbeiten von 1916-1919 im Auftrag von Ehrwürdigen Herr Cl. Ulens: Der Architekt Jules Bilmeyer baute 1916 die Galerie mit Eckturm auf dem großen Innenhof. Sein Sohn, der Architekt Edouard Bilmeyer, restaurierte 1919 die Fassade von Nummer 10, mit der Hinzufügung des Tores im Barockstil. Eine gründliche Restaurierung fand von 1972-1977 unter der Leitung der Architekten Joseph Louis Stynen und Richard De Bruyn statt, im Auftrag der Kredietbank, die das Gebäude 1970 ablehnte. Seitdem ist es das Museum Rockoxhuis. Patrizierhaus mit neun Achsen und zwei Geschossen, rechts eine Naturstein- (Nummer 10) und links eine Back- und Sandstein- (Nummer 12) Listenfassade. Nummer 10. Fünf Achsen und zwei Geschosse unter einem Schieferdach mit Giebelwänden aus zehn und neun Stufen, erhöht mit einem spätbarocken Dachfenster zwischen Flügelstücken unter einem dreieckigen Giebel – mit dem Jahr 1715 in einer Cartouche – gekrönt mit einem vergoldeten Wetterhahn. Verankerte Sandsteinlistenfassade mit rechteckigen Kelleröffnungen, Steigern und hohlgerundeter Dachkante; angepasste rechteckige Fenster unter einem keilförmigen Entlastungssystem (im Obergeschoss erhalten) im Erdgeschoss mit Gitter und im Obergeschoss mit durchgehenden profilierten Unterfenstern. Hartsteinportal, das anlässlich der Fassadenrestaurierung durch Edouard Bilmeyer 1919 angebracht wurde, zur Ersetzung eines spätklassizistischen Tores aus etwa 1800. Das Portal ist inspiriert von dem im Begijnhof zu Diest: Holztür mit Rundbogen und skulpturiertem Türpfosten in einem gerifften Rundbogen auf blockierten Pilastern mit Löwenköpfen und ionischen Kapitellen; Cartouche-Schlüssel mit der Aufschrift: "In diesem Haus / wohnte / NIC. ROCKOX / Bürgermeister / dieser Stadt / 1603-1640". Zwickel mit Voluten und Leistenwerk, schwerem Hauptgebälk unter einer kornisierten Wasserleiste, auf der Voluten mit Obervasen stehen, und in der Mitte ein reich umrahmtes Rundbogen-Nis, in dem eine Unsere Liebe Frau der Sieben Wehwehchen von E. Declercq aus 1921, aus deutscher Sandstein gefertigt, steht.
Datenquelle: Manderyck, Madeleine; Plomteux, Greet & Steyaert, Rita (1979)
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Adresse: Keizerstraat 10, Antwerpen
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