Sankt-Laurentius-Kirche

Bron: Gazet van Antwerpen

Beschrijving

Orientierte Kirche mit zentraler Anlage von 1932-41 nach Entwurf von J. Huygh im Art-Déco-Stil, inspiriert von der byzantinischen Architektur. Erbaut im Hinblick auf den Altar und das heilige Messopfer. Pfarrei gegründet 1659, Kirche an der heutigen Fransenplatz von 1660-61 errichtet. Vergrößert 1683 und 1701. Schwer getroffen in 1746-47 und 1770-77 nach dem Entwurf von Ing. Majoor C.F. Detraux wiederaufgebaut. 1814 auf Befehl von General Carnot aus strategischen Gründen abgerissen. Neue Kirche von 1824-26 an der heutigen Stelle nach dem Entwurf von P. Bourla errichtet; vergrößert mit westlichem Querschiff und Westfassade mit Türmen in 1892-94 nach dem Entwurf von J.A. Van der Gucht. Projekt von J. Huygh mit dem ersten Preis in dem ausgeschriebenen Wettbewerb für den Bau der heutigen Kirche ausgezeichnet. Erste Ausschreibung (wegen Geldmangel ohne Turm und Nebengebäude) am 11. Mai 1932. Arbeiten begannen im August 1932, Kirchweihe am 9. August 1934, vorläufige Abnahme am 3. April 1935. Zweiter Teil (Turm, Eingangsgebäude in der Van Schoonbekestraat, Diensträume neben dem Chor, Verbindung mit dem Pfarrhaus, Straßensperrung und Atrium in der Markgravelei) ausgeschrieben am 25. Januar 1939, fertiggestellt im Juli 1941, Abnahme am 22. August 1941. Während des Zweiten Weltkriegs beschädigt, 1947 restauriert. Abschlussarbeiten (Innenverputz, Kupferdach) unter der Leitung von J. Smolderen in 1948-49 ausgeführt. Zentrale Anlage mit nahezu rechteckigem Grundriss. Schmale Narthex, rechteckiger Hauptschiff mit dreiseitig abgeschlossenen Nord- und Südseiten. Hauptchor mit einem Joch und dreiseitigen Abschluss, schmale Chorumgang; rechteckige ausgearbeitete Seitenschiffe. Quadratischer Turm an der Südwestseite, quadratische ehemalige Taufkapelle mit rechteckigem Nebenraum (jetzt Wochenkapelle) an der Nordwestseite, dazwischen rechteckiges Atrium. An der Südseite Chor, rechteckige Sakristei (Markgravelei Nummer 93), an der Nordseite rechteckiger ehemaliger Lagerraum, teilweise durch überdachten Gang mit der Van Schoonbekestraat verbunden. An der Markgravelei Heilig Herzbild von B. Gerrits, geweiht 1927. Backsteingebäude mit zentraler Kuppel (Kupfer). Vier schmale, flankierende Flügel mit schweren Stützpfeilern, unter Satteldächern (Kupfer). Dazwischen rechteckige Partien unter flachen Dächern. Chor mit dreiseitigem Anbau, krönende Halbkugel (Kupfer). Nord- und Südflügel mit dreiseitig, flach gedeckten Erkern versehen mit Lisenen. Spitzbogenfenster. Quadratischer Eckturm, Krönung mit Uhrwerk unter Pseudo-Spitzgiebeln, Ecken mit Engelbildern von A. Damen, einfache Laterne mit Kuppeldach (Kupfer); zentrale schmale spitzbogenförmige Fensterpartien, Rundbogen-Türen in massiver Einfassung. Zugang Van Schoonbekestraat mit rechteckigem Atrium abgeschlossen mit Backsteinmauer, rundbogigen Durchgängen, Ecke mit Statue des Heiligen Laurentius von L. Vleeschouwers. Portal mit vier Rundbogen-Türen, unter rundbogigen Überdachungen gestützt von Säulen mit Würfelkapitellen. Bogenfeld über zwei zentralen Türen mit Mosaik, das den guten Hirten darstellt, von J. Collette. Gesamtstruktur gekrönt mit springendem Pseudo-Wimberg. Zugang Markgravelei rechteckiger flach gedeckter Portikus mit Treppenaufgang, Rundbogen-Türen in vorgestellter Einfassung mit Pseudo-Wimberg. Nebengebäude an der Van Schoonbekestraat und Markgravelei Nummer 93: flach gedeckte rechteckige Backsteingebäude mit Lanzettbogenfenstern, Rundbogen-Türen in Einfassung mit Pseudo-Wimberg. Verputztes und hellbraun gestrichenes Interieur. Acht gekoppelte Säulen verkleidet mit Imitationsmarmor und mit weißen Steinwürfelkapitellen, auf denen rechteckige massive Basreliefs mit allegorischen Darstellungen der vier Evangelisten von R. Sauter die zentrale Kuppel mit Pendentifs tragen, spitzbogige Steekkappen. Flankierende schmale Tonnengewölbe. Zentrale Raum markiert durch umlaufende kreisförmige Tribüne mit Brüstung auf Säulen, verkleidet mit Imitationsmarmor und mit weißen Steinwürfelkapitellen. Chor mit schmalem Chorumgang, lancetbogenförmige Scheibogen auf verputzten Säulen mit Würfelkapitellen, Kuppelgewölbe mit Steekkappen; Seitenschiffe mit Kuppelgewölbe. Beigefarbene und weiß gestrichene Wochenkapelle (ehemalige Taufkapelle) mit Kuppelgewölbe auf Pendentifs, flankiert von schmalen Tonnengewölben, getragen von Säulen, verkleidet mit Imitationsmarmor mit weißen Steinwürfelkapitellen. Mobiliar. Marmor-Hauptaltar mit Kreuz und kuppelförmigem kupfernem Baldachin, auf ovalem marmoriertem Podest mit Kanzeln, Kommunionbank und kupferner Brüstung von L. Bressers und Al.H. Haan, von ca. 1934. Beichtstühle, Marmor und Metall, von ca. 1934 (?). Orgel von Fa.B. Pels & Sohn von 1935. Mosaiken von Unserer Lieben Frau und Heilige Therese vom Kind Jesus in den Seitenschiffen nach Entwurf von G. De Witte. Kreuzweg, Mosaik, von J. Collette nach Entwurf von E. Yoors, fertiggestellt 1956. Glasfenster nach Entwurf von O. Calders, F. Slijpen und J. Collette, unter anderem ausgeführt von Flos und J. Verleye, von 1949-61.

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Bron: Plomteux, Greet & Steyaert, Rita (1989)

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