Das Museum von Deinze und der Leieregion

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Das Museum von Deinze und der Leieregion besteht aus zwei Teilen: einer Sammlung plastischer Kunst und einer volkskundlichen Abteilung, die sich auch den archäologischen Funden und der Geschichte der lokalen Industrie widmet. Das außergewöhnliche Museum mit seiner einzigartigen Sammlung ist sicher einen Besuch wert.

Vom letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an übte die Leieregion eine große Anziehungskraft auf Künstler aus. Das Museum bietet eine chronologische Übersicht ihrer Werke, damit Sie auch die Entwicklung der verschiedenen Strömungen gut verfolgen können. Zu der Sammlung gehören Werke von renommierten Künstlern wie Emile Claus, Albert Saverys, Constant Permeke, George Minne, Gustave Van De Woestijne und Roger Raveel.

Im volkskundlichen Teil des Museums erfahren Sie mehr über die beiden Industriezweige, die das wirtschaftliche Leben in Deinze bestimmt haben. Ende der 1840er Jahre gründete Joseph Ricard, ein Geschäftsmann aus Lyon, in Deinze eine Seidenweberei. Das war zugleich der Startschuss für einen Industriezweig, der der Stadt bis zum Aufkommen der Kunstseide in den 1920er Jahren großen Wohlstand brachte.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Deinze auch eine komplett neue Industrie: die Herstellung von Kinderwagen und Spielzeug. Vor allem die Firma Torck war im In- und Ausland sehr bekannt. Sie stellte u.a. Tretwagen – auf Kindermaß nachgemachte Automodelle, die von Pedalen angetrieben wurden – her. Torck produzierte sehr hochwertiges Spielzeug aus teuren Materialien wie Holz und Stahl. Als das billige Plastikspielzeug den Markt eroberte, musste der Betrieb 1971 eingestellt werden.

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Mehr Informationen

Adresse

Lucien Matthyslaan 3-5 3-5
9800 Deinze
Oost-Vlaanderen
Belgien

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