* Dorpsstraat z.nr. Onze-Lieve-Vrouwkerk. Geschützt als Denkmal bei K.B. vom 06.07.1976. Neugotische, orientierte basilikale Kirche mit Westturm, erbaut 1877-1879 nach Entwurf des Architekten A. Verbeke (Brügge), als Ersatz für ein ursprünglich im 12. oder 13. Jahrhundert erbautes Gotteshaus. In Bezug auf die Bedeutung und Größe des Dorfes, hohe, massive Kirche; wegen des prägendem Silhouettes als "Kathedrale des Nordens" bezeichnet. Gelegen inmitten des Dorfkerns, ursprünglich umgeben von einem Friedhof mit hohem Eisenzäun; 1957 ersetzt durch einen neuen Friedhof außerhalb des Dorfes. Ursprünglich romanische, basilikale Kirche vermutlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, erbaut aus Feldstein: dreischiffige Kirche mit Querschiff und Vierungsturm; Chor flankiert von Kapellen. Spätromanische Erweiterung der südlichen Chorkapelle, Mauerbänke in den Querschiffen und Chorkapellen; feldsteinernes Kern mit Backsteinverkleidung. Zerstört 1488, Wiederherstellung im letzten Viertel des 15. oder ersten Viertel des 16. Jahrhunderts und Erweiterung zu einer Hallenkirche mit Backsteinmauern. Im 16. Jahrhundert wird die Kirche wahrscheinlich zu einer Festung umgebaut (vgl. Pläne im Staatsarchiv Brüssel), Ende des 16. Jahrhunderts zerstört. 17. Jahrhundert Restauration mit Abbruch der Unterkirche. Baufallig im 19. Jahrhundert, im Auftrag von Bischof Faict vollständig abgerissen 1857 und ersetzt durch die heutige Kirche. Erste große Restaurierungsarbeiten ab 1904. 1983: aktuelle großangelegte Restaurierungsphase unter der Leitung von Ir. W. Snauwaert (Oostende), u.a. mit Stabilisierungsarbeiten und Freilegung neogotischer Malereien.
Der Grundriss entfaltet: eine dreischiffige basilikale Kirche mit quadratischem Westturm, flankierenden quadratischen Kapellen, Schiff von vier Jochen, Querschiff von zwei Jochen und Chor von vier geraden Jochen mit dreiseitiger Chorschließung. Rechteckige Sakristeien in nördlichem und südlichem Anbau. Braune Backsteinbauweise, Savonnières für Umrandungen und Maßwerk der Maueröffnungen und dekorativen Details, rote Backsteine für Strebepfeiler. Schieferdachdeckung: Satteldächer und Walmdächer mit kleinen Dachgauben, vielseitiger Turmspitze für den Westturm und spitze Türmchen. Westturm von vier Geschossen mit umlaufenden Wasserschürzen. Aufeinander gestellte, gebrochene Strebepfeiler, oben gekrönt von vier polygonalen Ecktürmchen unter Nadeln. Leicht vorspringendes Spitzbogenportal im Westen mit spitzbögiger, profilierter Eingang mit Säulchen mit Blattkapitellen; Oculus an der Spitze mit gekröntem Kreuz. Darüber ein Spitzbogenfenster mit neogotischem Maßwerk und Wölbung. Dritte Geschoss mit jeweils zwei Spitzbogenfenstern, vierte Geschoss mit spitzbogigen Läutenischen. Turmobersteigung durch eine aufgelockerte Brüstung, durchbrochen durch Giebelpunkte. Schiff von vier Jochen auf einem Backsteinsockel, markiert durch Strebepfeiler mit Einschnitten, dazwischen Spitzbogenfenster mit Wölbungen. Mittelschiff mit dreiseitig gebogenen Oberlichtern zwischen den Strebepfeilern. Zusätzliche niedrige Joche auf Höhe der Kapellen neben dem Turm, Eckstützpfeiler gekrönt mit einem polygonalen Türmchen. Seitenwände von Chor und Querschiff mit dem gleichen Rhythmus und Eckverkleidungen. Seitenportalwände des Querschiffs und der Chorschließung mit anderen Maueröffnungen: jeweils groß und darüber klein spitzbogenfenster und Lanzettenfenster. Gegen das nördliche Querschiff polychromiertes Holzbildnis Christi am Kreuz aus dem 16. Jahrhundert. Gr.m. das gleiche Design für die Sakristeien.
Interieur. Basilikale Kirche: dreischiffiges Schiff, Querschiff und Chor überspannt von Kreuzrippengewölben. Empore in den Turm integriert und vom Schiff durch einen großen Spitzbogen getrennt. Dreiteilige Wandaufstand: spitzbogige Scheibengewölbe auf Säulen, die gegen Bündelpfeiler stützen, Kapitelle mit Traubensträußen; darüber blindes Triforium und dreiseitig gebogene Fenster. Chor mit Blinden in der Plinthe und Lanzettenfenstern. Konstruktion vollständig aus Backstein, mit Ausnahme von Kreidestein für die Gurtbögen in der Vierung. Innere Wände verputzt und ursprünglich vollständig bemalt; teilweise noch sichtbar zu Beginn der Arbeiten, teilweise während der Restaurierung freigelegt. Wände von Querschiff und Schiff mit festem Muster: hohe rote Plinte mit Imitationsfugen, umrandet von einem Band mit biblischen Fragmenten in gotischen Buchstaben, darüber Schablonenmalereien. Unter dem Triforium pro Joch ein Schild mit handgemaltem Bild, darunter ein Band; Band mit Schablonenmotiven unter der Wasserlinie. Die Gewölbe in blau-grüner Farbe mit floralen Schablonenmotiven rund um das Schlussstein. Die Ausarbeitung des Chores detaillierter: Nischen im Hauptchor mit Vorhangimitation, Seitenchöre mit Banderollen. Abwechslungsreiche Farbgestaltung, vor allem rot, olivgrün, gelb und blau.
Mobilien. Gemälde. Sieben Tafeln aus dem 17. Jahrhundert, in der Reihe "Sieben Werke der Barmherzigkeit"; "Himmelfahrt Marias", aus dem 18. Jahrhundert, auf Leinwand. Holzfiguren aus dem 16. und 17. Jahrhundert "Jesus am Kreuz", Exterieur. 19. Jahrhundert Taufstein auf marmornem 18. Jahrhundert Fuß. Eichenholz-Predigtstuhl, von Louis De Lessue, 1773. Zwei Eichholz-Beichtstühle, von S. Winsdau Sr., 1770. Neogotischer Hauptaltar, Chorgestühl und Kommunionbank. Glasfenster aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts im Hochchor nach Entwurf von A. Verhaegen (Gent). Drei Lanzettenfenster mit zwei Tafeln, Abbildung von Heiligen in architektonischen Nischen: Franziskus Xaverius, Hl. Joseph, Heiliges Herz Jesu, Unsere Liebe Frau Unbefleckt Empfängnis, Hl. Anna und Maria und Hl. Barbara. Darüber drei kreuzförmige Rosettenfenster mit dem Lamm Gottes, der jahrenden Kelch und dem Pelikan. Drei bronze Glocken von M. Michiels (Doornik), eine von 1922, zwei von 1956. Orgel von ca. 1920-1925, erstellt von J. Anneessens (Menen).
SAB., Katalog von Karten und Plänen, Nr. 139 und 140. ABTEILUNG ROHM WEST-VLAANDEREN, Abteilung Denkmäler und Landschaften, Archiv Nr. 451. BARRA J., Die Kathedrale des Nordens, in Graningate, 2, 1981, Nr. 2, S. 83-93. BARRA J., Die Häuschen rund um die Kirche von Leffinge 1892, in Graningate, 12, 1992, Nr. 47, S. 85-114. DE KEYSER A., Die 16. Jahrhundert Kirche von Leffinge, in Graningate, 2, 1982, Nr. 6, S. 140-156. DE VOS K., Geschichtliche Skizze der Gemeinde Leffinghe, Brügge, 1884. FAUCONNIER A, ROOSE P., Die historische Orgel in Flandern, Teil IV a (Arrondissemente Brügge und Ostende), Ministerium der Flämischen Gemeinschaft, Verwaltung für Denkmäler und Landschaften, 1986, S. 564-566. RAMBAUT A., Daten zur Forschung von Glasfenstern. ROOSE-MEIER B., H. VERSCHRAEGEN, Fotorepertorium des Mobiliar von den belgischen Gotteshäusern. Provinz West-Vlaanderen, Kanton Ostende II, S. 21-22. SNAUWAERT W., SNAUWAERT O., Daten über die Forschung von Wandmalereien und Datum der ersten Restaurierungen (1904). VAN EENHOOGE D., Bericht über archäologische Untersuchung.
Bron: Huys, Martine; Kerrinckx, Hans & Vanneste, Pol
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Adres: Dorpsstraat, Middelkerke
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