Eingebaut westlich der ehemaligen Dorfstelle, an der Ecke zur Dreefstraße, Teil des Trassees des ehemaligen Heerwegs von Gent nach Dendermonde. Kleine, schräg eingepflanzte freistehende Kapelle, flankiert von zwei großen Lindenbäumen, im Hintergrund angrenzend an die Seitenfassade eines jüngeren Wohnhauses.
Das genaue Baujahr ist nicht bekannt. Laut kartografischen Daten wurde diese als "Chapelle Ste Marie" identifizierte Kapelle mindestens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet (siehe Darstellung auf der Vandermaelen-Karte von ca. 1847-1848 und der Popp-Karte von etwa 1860). Aufgrund von Stilmerkmalen könnte diese Kapelle möglicherweise älter sein. Das Königliche Institut für Kunstpatrimonium datiert die Kapelle zwischen 1791 und 1810.
Laut dem Katasterarchiv gehörte die Kapelle um 1880 Theodoor Pieter Frans Janssens – Beeckman, Fabrikant und Eigentümer des Schlosses Janssens (Margote Nummer 44) und seinen Verwandten. Die lokale Geschichtsschreibung schreibt diese Kapelle jedoch Alphonse Janssens de Varebeke und seiner Ehefrau Coleta De Schrijver zu. Sie hätten sie ihrer Tochter Josepha-Marie-Colette Janssens de Varebeke vermacht, die sie wiederum an Kamiel De Both verkaufte, verwandt mit den Zinsbauern des um 1880 gegründeten angrenzenden Bauernhofs. Die Kapelle befindet sich jetzt in Privatbesitz.
Schlichte neoklassizistische kleine Andachtskapelle mit rechteckigem Grundriss, flacher Chorabschluss und einem krönenden Satteldach mit schwarzen Ziegeln und dem üblichen eisernen Kreuz. Einfache weiß getünchte Backsteinbau auf gepflastertem Sockel mit schöner Vorderfassade im neoklassizistischen Stil mit einer verputzten Türumrahmung mit Pilastern, Hauptgesims und dreieckigem Giebel mit halbkreisförmigem, nachgezeichnetem Okulus. Die Inschrift "Troost der Bedrukten" im Hauptgesims bezieht sich auf eine der Aufgaben Mariens und verweist auf eine alte Mariandacht. Grün gestrichene rechteckige Eingangstür mit verglastem Türlicht und hölzernem Sturz; rundbogenförmige Fenster mit eiserner Tracierung und buntem Glas in beiden Seitenfassaden.
Innenraum mit verputztem und bemaltem Tonnengewölbe. Die Rückwand wird vollständig von einem schlicht gemauerten Altar eingenommen, mit rundbogenförmig gerahmter Bildnische im neoklassizistischen Stil, zwei Pilastern auf rechteckigen Sockeln mit dorischen Kapitellen und einem profilierten Bogenfeld. Zentral steht eine polychrome Statue von O.-L.-Frauen von Lourdes, auf einem kleinen Felsen mit Rosenknospen zu ihren Füßen, oben auf einem Sockel mit der gemalten Inschrift: "Ave Maria". Die ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert stammende polychrome Holzfigur von Unsere Liebe Frau mit Kind, die eine Schlange zertritt, wird aus Sicherheitsgründen derzeit nicht mehr in der Kapelle aufbewahrt.
Datenquelle: Inventaris Onroerend Erfgoed
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Adresse: Brugstraat 51, Wichelen
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