Chapelle Notre-Dame-du-Marché

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Erkennbar ist die Kapelle Notre-Dame an ihrem originellen Glockenturm mit gedrehter Turmspitze aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Sie liegt an der Grand-Place, dem ehemaligen Marktplatz, und wird daher auch Marktkapelle genannt. Dank der Großzügigkeit von Bürgern und Handwerkern wurde sie im 14. Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern mit Steinen aus dem nahen Gobertange errichtet. Die Kapelle besteht aus einem viergeschossigen Turm, einem einzigen Kirchenschiff mit zwei Jochen und einem Chor mit polygonaler Apsis. Das gotische Eintrittsportal fügt sich ein in eine Rahmenkonstruktion mit Spitzbogen, die von einem hohen Fenster gekrönt wird. Hat man das Portal und den Westturm durchschritten, stößt man auf einen Spitzbogen, der den Turm vom Kirchenschiff abtrennt. Die vier Fenster, durch die das Licht ins Kirchenschiff fällt, sind ebenfalls spitzbogig, die des Chores lanzettförmig. Der Boden ist in Schachbrettmuster ausgelegt, hier wechselt Sandkalkstein aus Gobertange mit Maaskalkstein ab. Die Kapelle wurde bis zum 18. Jahrhundert mehrmals umgestaltet, verändert und vergrößert – nicht zuletzt aufgrund eines Brandes im 17. Jahrhundert. Eine umfassende Renovierung wurde im Jahr 2011 abgeschlossen. 
Das Kircheninventar besteht unter anderem aus einem „Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“ geweihten barocken Hochaltar, der 1716 von Guillaume Castagne aus Namur geschaffen wurde. Der linke Seitenaltar ist der Heiligen Jungfrau geweiht, der rechte war ursprünglich dem heiligen Rochus, dem Schutzpatron der Pestkranken, gewidmet, später wurde er der heiligen Rita geweiht. In der Kapelle ist auch ein bemerkenswertes Monument aufgestellt, ein Kenotaph in Blaustein, der von den Grabfiguren des Grafen Winand de Glymes und seiner Frau Michelle de Yedeghem gekrönt wird, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts starben, neben dem Adelsgeschlecht der De l’Escaille, zwei Repräsentanten eines anderen wichtigen lokalen Adelshauses. Ursprünglich stand das Kenotaph im Chor, danach im Kirchenschiff und bekam im Zuge der Restaurierung schließlich einen neuen Platz in einem Anbau, der die Sakristei ersetzt.
Unter Denkmalschutz (24. Dezember 1958)

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