Die Kirche Saint-Hadelin

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Die Kirche Saint-Hadelin in Celles ist eine ehemalige Stiftskirche im romanischen Stil. Sie wurde im 11. Jh. an der Stelle erbaut, an der sich der Heilige Hadelin im 7. Jh. zurückgezogen hat.  Sie ist Erbin einer Klostergründung, die im 10. Jh. eine Kanonikergemeinschaft beherbergte und später Pilgerstätte wurde. Sie ist eines der frühesten Zeugnisse der romanischen Kirchenarchitektur. 1590 (vor allem am Vorbau) sowie im 19. und 20. Jh. wurde sie umfassend restauriert. Das Gebäude besteht aus aneinanderliegenden Raumteilen von geradliniger, klarer Interpretation.
Die Fassade besteht aus einem Vorbau und zwei angrenzenden, halbrunden Erker-Treppentürmen. Über ihr erhebt sich ein Westurm mit vier Etagen, der eine achteckige Spitze und vier diese flankierende kleine Spitzen hat. Man betritt die Kirche durch zwei seitliche Eingänge, die sich jeweils im ersten Joch des nördlichen und des südlichen Seitenschiffs befinden. Die Traufseitenmauern sowie diejenigen der Seitenschiffe und des Chores sind durch für den romanischen Baustil typische Blendarkaden charakterisiert.
Haupt- und Seitenschiffe entfalten sich in der Länge über fünf Travéen. Das Querschiff ist wenig vorstehend und niedrig. Der Nordarm ist mit einer neoromanischen Kapelle aus dem Jahre 1858 versehen, während die Vierung durch einen Diaphragmabogen begrenzt ist. Der Chor schließt mit einer halbrunden Apsis unter Halbkugelgewölbe mit zwei Nebenabsiden ab. In der Kirche befinden sich auch zwei Krypten, eine im westlichen Teil unter dem Turm und die andere im östlichen Teil unter dem Chor. Letztere ist halb unterirdisch angelegt und besteht aus neun Jochen unter Kreuzgratgewölben, gestützt von Säulen und Pilastern.
Das Gotteshaus beeindruckt durch viele Charakteristiken der romanischen Architektur im Maasland. Dazu zählen der Vorbau, der massive Turm, Flachdecken, das markante Langschiff, die Schlichtheit der Innendekors und der Innen- wie Außenanstrich.
Unter Denkmalschutz (18. Juni 1947). In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie  aufgenommen

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