Die ehemalige Stiftskirche Sainte-Croix

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Die Heiligkreuzkirche (Sainte-Croix), ehemalige Lütticher Stiftskirche, erhebt sich im östlichen Teil des Publémont-Viertels und beherrscht das Stadtbild im Zentrum. Sie ist die Nachfolgerin eines ottonischen Bauwerks vom Ende des 10. Jahrhunderts, das von Bischof Notger finanziert worden war. Die einzige Spur dieses Gebäudes ist eine alte Mauer aus steinkohlehaltigem Sandstein, die Bestandteil der südlichen Sakristei ist. Das heutige Gebäude wurde in mehreren Bauphasen zwischen dem Ende des 12. und dem 15. Jahrhundert gebaut und besteht aus einem romanischen Vorbau, der sogenannte Westbau, der von einem achteckigen Turm überragt wird, und einer Apsis, einem Mittelschiff mit Seitenschiffen, einem nicht vorspringenden Querschiff und einem Chor mit halbrund ausgeführter Apsis. Das Langhaus gehört zum Typ der Hallenkirche, da die beiden Seitenschiffe und das Hauptschiff fast dieselbe Höhe haben. Dieses Prinzip der Hallenkirche ist in der Maasregion zu jener Zeit recht selten, während es auf germanischem Gebiet recht weit verbreitet ist. In die sechs Kapellen des Mittelschiffs fällt Licht durch dreiteilige Bogenfenster, was ein originelles Detail darstellt. Im 19. Jahrhundert befindet sich das Bauwerk in einem Zustand des Verfalls, der Restaurierungsmaßnahmen notwendig macht, während derer der östliche Teil des Chores, die Südfassade, das Maßwerk der Fenster, die Glasfenster und der Vorbau restauriert oder ersetzt werden. Zu dieser Zeit, genauer gesagt im Jahr 1858, wird auch ein Portal am Westbau ergänzt.
Unter Denkmalschutz (15. Januar 1936)

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