L’ancien palais abbatial

Erbe

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Auf Initiative von Pippin II von Herstal und seiner Gemahlin wurde die Abtei gegründet. In Folge einer Zeit der Aufruhr verfolgte Fürstbischof Walcaud die Entwicklung des Kultes um Saint Lambert sowie die Stärkung der Präsenz Lüttichs in dieser abgeschiedenen Gegend. Er ließ Benediktinermönche in die Abtei und verwandelte die Stätte zu einem religiösen, kommerziellen, industriellen und administrativen Zentrum von Bedeutung. Kurz nach der Französischen Revolution wurden die Mönche vertrieben und die Abtei verkauft. Dieser besondere Ort besteht aus der Abteikirche Saints-Pierre-et-Paul und den Abteibereichen (Quartiere). Die Abteiquartiere, heute Abtei-Palais genannt, gehören wie die ganze Gemeinde dem Staat und beherbergen unter anderem eine seiner Archivniederlassungen. Im 18. Jahrhundert legte man die Anlage nach einem U-förmigen Plan an, beeinflusst vom französischen Stil, was einer Art Mode entsprach, zudem aber auch der Verbundenheit mit der Krone und dem König, einem der Gönner der Abtei, geschuldet war. Das Gebäude umfasst einen geschlossenen Hof mit Gitterumgrenzung, die heute durch eine moderne Ausführung ersetzt ist. Die Polychromie des Gitters reflektiert diejenige des Gebäudes aus farbigem Backstein, aus Steinen und Marmor der Region, und hier besonders am Tympanon des Giebels an der Hauptfassade. Diese Vielfarbigkeit trifft man auch im Innern auf den Böden, aber auch, im Original erhalten, an den schmiedeeisernen Geländern der Ehrentreppe an.
Unter Denkmalschutz (22. Februar 1938 und 4. Juli 1990)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen

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