Der Bergfried von Villeret

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Der Bergfried von Villeret, zwischen den Brabanter Schlössern Corroy, Sombreffe, Tongrinne und Mielmont gelegen, wurde 1278 zum ersten Mal erwähnt. Er wurde im Laufe des 13. Jahrhunderts aus Kalk-, Sand und Dolomiet-Stein in grau-violettem Farbton erbaut. Der Name stammt von der Namuroiser Region “Villeret” ab, in der sich die Besitzer, die Familie Hobereaux, niederließ.
Der Turm hatte archäologischen Sondierungen zu Folge eine Höhe von 13 m und eine rechteckige Anlage von 12,20 m zu 8,90 m. Zum dreigeschossigen Gebäude hat man zu Beginn der moderneren Epoche einen Keller zugefügt. Heute erreicht man es durch eine Tür im Erdgeschoss, die früher auf den Innenhof führte. Der Raum ist von Schießschartennischen durchbrochen und von zwei Kreuzgratgewölben überspannt, die durch einen Gurtbogen getrennt sind. Die oberen Etagen erreicht man über übereinanderliegende Treppenläufe an der Westwand. Die Etagen haben Fenster mit doppelten Bänken, verfügen über einen Kamin sowie Nischen, Latrinen, Hauskapelle … Einige Elemente (z.B. die Kaminsäulen) konnten aufgrund von archäologischen Entdeckungen rekonstruiert werden sowie anhand von alten Fotografien. Andere Teile (Decken und Dach) wurden mit zeitgenössischen Materialien wieder hergestellt.
Der Bergfried von Villeret unterscheidet sich von anderen befestigten Stätten in der Wallonie durch die außergewöhnliche Bedeutung, die dem Lichteinfall beigemessen wurde ebenso wie durch den Komfort. Er stellt das besterhaltenste Beispiel eines herrschaftlichen Sitzes aus dem Mittelalter in der Wallonie dar.
Unter Denkmalschutz (5. September 1978)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen.
 
 

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