Der Peterskirche

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Von der ersten Kirche (Ende 13. Jahrhundert oder früher) zeugt nur noch der untere Teil des 62 Meter hohen Turms. Der Bau der heutigen Kirche erfolgte in mehreren Phasen. Das Querschiff und die Kapellen stammen aus der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Der Renaissanceturm aus den Jahren 1633-1634. Ab 1740 wurde angebaut und erweitert. Das Mittelschiff wurde erhöht, zwei Seitenschiffe und die Gebäude am Querschiff wurden angebaut.
Das Innere der Peterskirche (Sint-Pieterskerk) ist beeindruckend. Die schöne Kanzel wurden von dem Turnhouter Bildhauer H. Peeters-Divoort gebaut und 1862 aufgestellt. Sie zeigt die biblische Szene des wunderbaren Fischfangs. Das Chorgestühl stammt aus dem Priorat von Corsendonk und bietet Platz für 42 Personen. Im Boden sind zahlreiche Grabsteine aus dem achtzehnten Jahrhundert erhalten geblieben. Die Glasfenster stammen alle aus der Zeit von 1872 bis 1945. Die Le Royer-Orgel aus dem Jahr 1662 wurde 1997 von Joris Potvlieghe restauriert. Die Glocken des Glockenspiels wurden von Andreas-Jozef Vanden Gheyn gegossen.
Dank der Peterskirche sind die Bewohner von Turnhout auch als „muggenblussers“ (Mückenlöscher) bekannt. 1755 machte die Meldung „Feuer! Der Turm der Sint-Pieterskerk steht in Flammen!“ auf dem Marktplatz die Runde. Alle wehrhaften Männer eilten herbei, um eine lange Reihe zu bilden und Eimer mit Sand und Wasser weiterzureichen. Aber dann sahen sie, dass der Turm gar nicht brannte, sondern nur ein Schwarm Mücken herumschwirrte. Zahlreiche Gedichte und Veröffentlichungen erzählen höhnisch von diesem „Brand“ und der Spottname „Muggenblussers“ war geboren.

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