Bron: Vlaamse Gemeenschap, 01-01-1970, ©Vlaamse Gemeenschap
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Ehemalige Außenstelle namens "Schloss Smissenbroek" und auch "Schloss Keiberg", beide Bezeichnungen abgeleitet von Toponymen des Standorts. Schlossdomäne von 17 ha im Südosten an der Geraardsbergse Steinweg, im Süden und Westen an der Ettingebeek, Grenzbach zu Scheldewindeke. An der Stelle des heutigen Schlosses, in dem sumpfigen "Hettingen", befand sich ursprünglich ein Herrenhaus (möglicherweise ein Jagdhaus) innerhalb einer zweigeteilten rechteckigen Umwallung mit Zugangstor und -brücke; ursprünglich mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurückgehend, jedoch keine weiteren historischen Daten. In den 1740er Jahren Bau einer neuen Außenstelle durch Maelcamp auf dem alten umgraben Standort mit Anlage einer axialen Doppelzugangsallee und eines Schlossparks mit Alleen, Gräben, Wällen, Teichen nach einem geometrischen Muster. Der Marquis von Rode, Rodriguez d'Evora y Vega, erwirbt 1808 das Schloss. Danach vererbt an die Familie d'Ursel, die es bis zum 1.1.1988 vermietete. Ludwig XIV.-Schloss mit einer Bauhöhe und neun Achsen, unter einem Mansarddach (Schiefer) auf H-förmigem Grundriss und mit symmetrischer Fassade. Ursprünglich ein Wasserbau, dessen Innermauern mit denen des früheren Oberhofs übereinstimmten, heute größtenteils eingedämmt. Rekonstruktion des Schlosses nach dem Brand im Jahr 1947 mit neuem Backsteinverkleidung auf Sockel aus Sand- und Hartstein. Fassaden begrenzt durch blockierte und verputzte Eckbänder. Eckenrisalite mit Zierschalenkrönung auf dem Dach. Hohe rechteckige Fenster mit Fugen und Daumen, in flachen verputzten Rahmen. Ein ausgeprägtes zentrales Portrisalit von zwei Baugeschossen markiert die Vorderseite: umschreibender breiter, verputzter und blockierter Rundbogen unter einem gewölbten Pseudo-Fronton und krönender Kuppel mit Zierschalen. Rundbogenförmige Flügeltür in einem Sandsteinrahmen mit breiter Hohlleiste, Schlüssel, Imposten und Nuten unter gerader Krone. Anschließend gerahmtes spiegelbogenförmiges Türfenster mit schmiedeeisernem Balkongeländer. Ähnliche Pfortenachse in der Rückfassade (Gartenfassade mit Terrasse), jedoch aufgenommen in einem weiß verputzten Mittelrisalit von drei Achsen zwischen blockierten Säulen und einem krönenden dreieckigen Fronton. Brüstungen geschmückt mit Spiegeln, Architravleiste auf zwei skulptierten Konsolen und Oculus im Fronton. Anpassung des Interieurs. An der Rückfassade hängt eine Uhr mit der Inschrift: "ANNO 1679/ Gregorius Mallens m.f.". Zwei fast identische, lange Nebengebäude auf beiden Seiten des Vorhofs des Schlosses. Wahrscheinlich ehemalige Pferdeställe, Kutschenhäuser und Dienstwohnungen, die aus dem gleichen Bauzeitraum wie das Schloss stammen. Niedrige rechteckige Flügel mit einer Bauhöhe und elf Achsen unter einem Satteldach (schwarze flämische Pfannen). Back- und Natursteinfassaden mit Pilastergliederung, rechteckigen Maueröffnungen und symmetrischer Fassade. Drei höher aufsteigende Risalite mit Pseudo-Fronton; Kutscheneingang und Dachfenster in einem Bogen mit breiter Hohlleiste zwischen blockierten Eckbändern. Flache verputzte Rahmen um Fenster und Türen. Glockenförmige Seitenoberfassaden mit blockierten Eckbändern. Die ursprüngliche 18. Jahrhundert Anordnung und Gestaltung des Schlossparks blieb grob erhalten, unter anderem die typisch sternförmig angelegten Alleen im früheren Spazierwald. Erhaltene Eiskeller am westlichen Wallgraben. Gewölbte Backsteinvorderseite (Nordosten) mit breiter rechteckiger Tür unter sandsteinernem Sturz; Türbeschläge in Sandsteinblöcken mit dem Jahr 1784.
Bron: Bogaert, Chris; Lanclus, Kathleen & Verbeeck, Mieke (1989)
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Adres: Keiberg 50, Oosterzele
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