Datenquelle: Jan Rymenams
Das Ralisbroek, das wir jetzt als Wald erleben, war lange Zeit eine nasse Wiese. Die Straßenbahn fuhr hier 1904 noch durch die Wiesen. Das Grundwasser ist das, was man als ‘Kwele’ bezeichnet: Es stammt aus höher gelegenen Gebieten und gleitet gewissermaßen auf einer undurchdringlichen Tonebene hierher. An diesem tiefen Punkt wird das Wasser nach oben gedrückt.
Ab dem Zwischenkrieg wurde die Wiese allmählich in einen Wald umgewandelt, um etwa in den 1980er Jahren die heutige Waldfläche erreicht zu haben. Wir vermuten, dass der Wald vor allem in eine Aufforstung mit Kanadabäumen übergegangen ist, aber sicher sind wir uns nicht. Heute sehen wir übrigens viele Poller von Erle.
Dass die Moore künstlich entwässert wurden, können wir aus dem oft geraden Verlauf der Bäche im Gebiet zur Tieltse Motte und aus einem Raster kleiner Bäche an einigen Stellen in der Nähe der Motte ableiten. Der wichtigste Bach im Ralis ist der ‘Grootspanseel’.
Auf der biologischen Bewertungslandkarte ist das Gebiet als ‘biologisch sehr wertvoll’ klassifiziert. Auf den nassen Tonböden spricht man sowohl von einem alluvialen Erlen-Eschenwald mit Sommer-Eiche, Weide und Birke als auch von einem sauren Eichenwald mit Sommer-Eiche und Birke.
Das Gebiet ist größtenteils ein VEN-Gebiet. Das bedeutet, dass es zum Flämischen Ökologischen Netzwerk gehört, das aus einer Auswahl der wertvollsten und empfindlichsten Naturgebiete in Flandern besteht. Eine Wiese, an der wir vorbeikommen, gehört übrigens zu den ‘historisch permanenten Wiesen (HPG) und anderen permanenten Wiesen in Flandern, die durch das Naturschutzgesetz geschützt sind’.
Die auffälligsten (häufigsten) Bäume und Sträucher sind Kanadischer Pappeln, Sommer-Eiche, Holunder, Hasel, Erle, Ahorn, gelegentlich eine Birke, eher außergewöhnlich eine Esche, Buche, Stechpalme, mehrere Brombeerarten, …
Die wilde Stechpalme, die hier und da sprießt, ist eine interessante Art, da sie charakteristisch für die atlantischen Wälder des kühlen, feuchten Klimas ist. Im Osten Europas kommt die Art in den Wäldern nicht mehr wild vor.
Als Kräuter sahen wir an der trockeneren Waldkante u.a. falschen Salbei, Nelkenkraut, Efeu, Männchenfarn, Weibchenfarn, einen einzelnen Nadel-Farn, Sumpfspiraea, Hundskraut, Lauch ohne Lauch, eine seltene Hopfenranke… In den nassesten Bereichen scheint das dünne Schilfrohr (Carex remota) prägend zu sein. Auffällig ist, dass Brennnessel begrenzt vorhanden ist: ein Hinweis darauf, dass die Stickstoffverschmutzung nicht massiv ist. Möglicherweise verhindern die hohen Grundwasserstände im Frühjahr, dass die Brennnessel – die normalerweise eine schnellere vegetative Entwicklung im Frühjahr als andere Arten hat – kräftig austreibt.
Datenquelle: Jan Rymenams
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