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Schloss Jegenstorf

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Schloss

CH |

Öffentlich | Englisch

Datenquelle: Funck77

Copyright: CC 4.0

Das Todesjahr Bertholds II. von Zähringen wird in Veröffentlichungen über Schloss Jegenstorf oft als legendäres, jedoch nicht nachweisbares Datum der Erbauung der ursprünglichen Wasserburg genannt. Im 12. Jahrhundert besassen die Herren von Jegistorf, die Gefolgsleute der Zähringer waren, die Besitzung, später gingen Anteile an dieser Herrschaft in den Besitz der Familien Buwli, von Erlach, Frieso, Gloggner, von Schwanden, Spilmann, von Torberg und Zigerli über. Nachdem die Familie von Erlach ab 1519 alleinige Besitzerin war, ging Jegenstorf 1584 durch Kauf an die Familie von Bonstetten und wurde an die von Wattenwyls vererbt. 1720 wurde die ursprüngliche Burg für Albrecht Friedrich von Erlach in einen barocken Landsitz umgebaut. Von 1758 bis 1934 gehörte das Schloss der Familie von Stürler und wurde von dieser 1913 bis 1916 gründlich renoviert. 1936 erwarb der Verein zu Erhaltung des Schlosses Jegenstorf das Anwesen, um es als Baudenkmal und Museum dem bernischen Volk zu erhalten. Das Schloss Jegenstorf war vom Herbst 1944 bis zum Sommer 1945 der Sitz des Oberbefehlshabers der Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg, General Guisan. 1955 gründete der Verein die Stiftung Schloss Jegenstorf, die seither Besitzerin der Domäne ist und das Museum für Bernische Wohnkultur vom 17. bis zum 19. Jahrhundert betreibt. Von Mai bis Oktober finden gewöhnlich Sonderausstellungen statt.
Die umfangreichen Sammlungen umfassen Möbel Mathäus Funks, seines Bruders Johann Friedrich Funk und dessen Sohn Johann Friedrich Funk, Christoph Hopfengärtners, Johannes Äbersolds und Carl Franz Hossfelds. Die Schlossräume beherbergen die grösste Ausstellung bernischer Porträts. Diese umfasst wichtige Werke der Maler Joseph Werner, Johannes Dünz, Johann Rudolf Huber, Jakob Emanuel Handmann, Johann Ludwig Aberli, Joseph Esperlin, Pierre-Nicolas Legrand und Johann Friedrich Dietler. In den Schlossräumen befinden sich zahlreiche Berner Marmorkamine und Kachelöfen aus der ganzen Schweiz. Der letzte Schlossbesitzer Arthur von Stürler erwarb diese aus diversen Abbruch- oder Umbauobjekten. Die meisten der Kamineinfassungen stammen aus der Werkstatt Johann Friedrich Funks . Dauerausstellungen zum Dichter Rudolf von Tavel, dem Pädagogen und Ökonomen Philipp Emanuel von Fellenberg und der Ökonomischen Gesellschaft Berns ergänzen die Sammlungen. In der Grotte des grossen Teichs Richtung Süden befindet sich die gusseiserne Statue Die Badende, nach dem 1767 im Salon präsentierten Original des französischen Bildhauers Christophe-Gabriel Allegrain .

Datenquelle: Wikipedia.org

Copyright: CC 3.0

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Adresse

Bern-Mittelland
Schweiz

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