Schloss Marksuhl

Beschrijving

Das Schloss Marksuhl befindet sich im Zentrum der westthüringischen Gemeinde Marksuhl. Es war zunächst als ein Jagd- und Wohnschloss im Baustil der Renaissance errichtet worden. Von 1672 bis 1686 diente es als Residenzschloss des Herzogtums Sachsen-Eisenach. Ab 1741 wurde es nochmals beträchtlich erweitert und wieder als Jagdschloss genutzt. Das Schloss in Marksuhl bildet mit der benachbarten Kirche St. Hubertus das Wahrzeichen der Gemeinde Marksuhl und wird deshalb im Ortswappen zitiert.
Nach der 1572 erfolgten Landesteilung der Ernestinischen Herzogtümer wurde Marksuhl zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Eisenach zugeteilt, das zunächst gemeinschaftlich von den Brüdern Johann Casimir und Johann Ernst von Coburg aus regiert wurde. Herzog Johann Ernst ließ ab 1587 ein eigenes Schloss gegenüber der St. Hubertus-Kirche erbauen, die im Eisenacher Landesteil des Fürstentums lag. Das als Jagdschloss geplante Gebäude wurde 1591 fertiggestellt und war ein Hochzeitsgeschenk an den jungen Herzog. Infolge tragischer Umstände verlor dieser Herzog nach dem Tod seiner Frau und des Erstgeborenen jedoch jedes Interesse an diesem Schloss, es wurde daher zu einem Jagdhaus und Verwaltungsbau herabgewürdigt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das abgelegene und unbefestigte Schloss mehrfach von den durchziehenden Truppen als Quartier ausgewählt und ausgeplündert. Der jagdliebende Eisenacher Herzog Johann Georg I. machte Marksuhl von 1662 bis 1672 zu seinem Residenzort, ohne jedoch die Verwaltung und Behörden aus Eisenach abzuziehen. Immerhin sieben Kinder hatte das Herzogspaar in ihrem ländlichen Idyll das Leben geschenkt. Der Eisenacher Herzog Johann Wilhelm ließ sich in den Jahren 1712 bis 1715 unweit von Marksuhl bei dem Dorf Wintershausen anstelle eines bereits vorhandenen Jagdhauses eine barocke Sommerresidenz errichten. Auch am Marksuhler Schloss war dieser Herzog mit Umbauten beschäftigt, 1722 wurde ein nach ihm benannter Flügelanbau im Osten des ursprünglichen Schlossareals errichtet, er veranlasste auch den Bau eines Orangenhauses und eines Schlossgartens. Der baufällige Schlossturm musste 1739 erneuert werden, das Baudatum wurde in der vergoldeten Wetterfahne eingesetzt.

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