Karikatur von Rius i Taulet von Manuel Moliné i Muns.
Einführung:
Francesc de Paula Rius i Taulet war der Bürgermeister von Barcelona und vertrat die liberal-monarchistische Partei in vier Amtszeiten, von denen die letzte mit der Ausstellung zusammenfiel. Zwei Jahre nach dem Ereignis, 1890, starben Rius und Taulet. Kurz darauf wurde dieses Denkmal errichtet. Es wurde erneut von Pere Falqués entworfen, und Manuel Fluxà war für die Skulpturen verantwortlich.
Inhalt:
"Tu tust, was du tun musst, auch wenn du für das, was du tust, Schulden hast." Dieser Witz, auf Spanisch, war die Antwort, die Rius i Taulet den katalanischen Journalisten gab, die nach den wirtschaftlichen Kosten der Ausstellung fragten. Sicherlich hatte er den Mut und wollte das Projekt in die Gänge bringen, aber er hinterließ auch dem Rat eine hohe Schuldenlast als Ergebnis der Veranstaltung. Katalanische Industrielle und die spanische Regierung trugen nach langen Verhandlungen, die von Eduardo Mendoza brillant in "La Ciudad de los Prodigios (Die Stadt der Wunder)" fiktionalisiert wurden, ebenfalls finanziell zur Ausstellung bei. Laut lokalen Gerüchten leistete Madrid gerade so viel, dass die Katalanen nicht behaupten konnten, sie hätten es allein gemacht, aber nicht genug, um eine kommunale Verschuldung zu verhindern. In jedem Fall stellte die Ausstellung zum ersten Mal eine Öffnung der Stadt zum Meer mit der Schaffung des Paseo de Colón dar, der vom Denkmal des "Entdeckers" bis zum Eingang zur Zitadelle reicht. Auch zu dieser Zeit wurden die Straßenlaternen von Las Ramblas und Paseo Colon elektrifiziert. Der Rat startete mehrere Initiativen, um ausländische Besucher zur Ausstellung zu locken, die in ganz Europa angekündigt wurde. Der Zug aus Frankreich wurde zum halben Preis angeboten, und hundert Polizisten der Barcelona Guardia Urbana lernten Französisch, um mit Touristen zu kommunizieren. Diese Maßnahme wurde in der Presse weithin gelobt, die sie als sehr nützlich erachtete. In der aktuellen Pujadesstraße, gegenüber dem Eingang zur Ciutadella, wurde eine der großen Attraktionen der Ausstellung aufgestellt: die Achterbahn.
Weitere Informationen:
Mendoza, Eduardo "Die Stadt der Wunder", Bernard Molloy hrsg., 1986.