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Cueva de los Aviones

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Höhle

ES |

Öffentlich | Spanisch

Datenquelle: P4K1T0

Copyright: CC 3.0

Die Höhle Cueva de los Aviones ist eine paläoanthropologische und archäologische Fundstätte in der Region Murcia im Südosten von Spanien. Sie liegt auf Meereshöhe am Fuß von ins Wasser abfallenden Vorbergen, die der südwestlichen Einfahrt in den Hafen von Cartagena als natürlicher Schutz dienen. International bekannt wurde die Höhle im Jahr 2010, nachdem dort knapp 50.000 Jahre alte Muschelschalen entdeckt worden waren, an denen orange, rote und schwarze Pigmente hafteten. Zuvor war bereits bekannt gewesen, dass sie Neandertalern als Aufenthaltsort gedient hatte. Die Pigmentfunde wurden als Beleg dafür gedeutet, dass die Muschelschalen von den Neandertalern „in einer ästhetischen und vermutlich symbolischen“ Weise verwendet worden waren. Gemeinsam mit gleichzeitig publizierten Funden aus der 60 Kilometer entfernt im Binnenland liegenden Höhle Cueva Antón handelt es sich um die ersten derartigen, in Europa entdeckten Schmuckstücke von Neandertalern. Die Besiedelung Europas durch den modernen Menschen erfolgte erst rund 8.000 bis 10.000 Jahre nach der Herstellung der Fundstücke.
Das anstehende Gestein der Höhle besteht aus Kalkstein, dessen Ursprung in die mittlere bis obere Trias datiert wurde; auch die Seitenwände aus hellgrauem und grauem Kalkstein und dunkelgrauem Dolomit. Aus dem Zustand des Gesteins außerhalb des heute existierenden Höhlenbereichs kann abgeleitet werden, dass die Cueva de los Aviones vor 50.000 Jahren vermutlich wesentlich größer war als heute. Zur Zeit ihrer Nutzung durch die Neandertaler lag die Höhle mindestens zwei bis sieben Kilometer vom Meer entfernt, da der Meeresspiegel vor 50.000 Jahren 50 bis 90 Meter tiefer lag als heute; weil das Gebiet von Cartagena eine Subsidenzzone ist, in der sich die Erdkruste großflächig absenkt, könnte die Entfernung zur Küste auch deutlich größer gewesen sein. Erst nach dem Ende der Eiszeiten, nachdem der Meeresspiegel wieder anstieg, geriet die Höhle in den Bereich des Tidenhubs und wurde vom Meerwasser weitgehend ausgeräumt. Verschont von dieser Zerstörung blieben nur vier Quadratmeter Bodenfläche an der nordwestlichen Höhlenwand, wo erstmals 1985 Ausgrabungen stattfanden. Diese Fläche bestand aus Gesteinstrümmern von zementartiger Härte, aus denen mit Hammer und Meißel zunächst Steinwerkzeuge und Tierknochen freigelegt wurden. Bei der Bergung der entdeckten Schnecken- und Muschelschalen musste daher besonders umsichtig vorgegangen werden.

Datenquelle: Wikipedia.org

Copyright: CC 3.0

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Murcia
Spanien

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