Das Schloss Haut-Kœnigsbourg liegt bei Orschwiller im Elsass, etwa zehn Kilometer westlich von Sélestat. Die Burg befindet sich auf einem Felsgrat der östlichen Vogesen in einer Höhe von 755 m über dem Rheintal.
Die Burg bildete das Zentrum der Herrschaft Kœnigsbourg, zu der auch das Dorf Orschwiller gehörte. Bis 1648 war die Herrschaft Teil von Vorösterreich.
Die Burg wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Die strategische Bedeutung wurde vom Herzog von Schwaben, Friedrich von Hohenstaufen, erkannt. Die Burg wurde um 1147 als Schloss Staufen oder auch Castrum Estufin von den Herzögen von Lothringen erbaut. Die Besitzer der Burg beherrschten durch die strategische Lage die Dörfer und Handelswege in diesem Teil des Rheintals. Der Standort der Burg liegt an einer Kreuzung der Handelswege für Getreide und Wein (Nord-Süd) sowie Silber und Salz (West-Ost). Ab 1192 wurde der Name Königsburg verwendet. 1359 verkaufte das Geschlecht Hohenstaufen die Burg an das Fürstbistum Straßburg. 1454 eroberte Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz als Landvogt des Elsass die Burg. 1479 wurde die Burg und die Herrschaft von Kaiser Friedrich III. als österreichisches Lehen an den Schweizer Grafen Oswald von Thierstein und seinen Bruder Wilhelm vergeben. Nach dem Aussterben des Geschlechts von Thierstein im Jahr 1517 fiel das Lehen wieder an Österreich.
Am 29. Januar 1533 wurde die Herrschaft an Schweighard Jan und Franz Koenraad von Sickingen verpfändet. Das Pfand kam dann 1605 an die Barone von Bollwiller und anschließend 1617 an die Familie Fugger.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 52 Tage von den Schweden belagert und schließlich am 7. September 1633 erobert und in Brand gesetzt.
Durch den Frieden von Münster von 1648 ging die Herrschaft für das Heilige Römische Reich und Vorösterreich verloren und wurde ein Teil von Frankreich.
Zwischen 1648 und 1865 hatte die Ruine mehrere Eigentümer, bis sie schließlich in den Besitz des französischen Staates überging.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde Elsaß-Lothringen 1871 Teil des Deutschen Kaiserreichs und die Stadt Schlettstadt/Sélestat schenkte am 4. Mai 1899 die Burg dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Der Kaiser sah in der Burg das Symbol der germanischen Vergangenheit des Elsass und wollte sie zu einem Symbol des wiedererstandenen Deutschen Reiches machen. Es war geplant, im Schloss ein Museum für das Mittelalter einzurichten. Der Kaiser ließ das Schloss durch den Berliner Architekten Bodo Ebhardt rekonstruieren (1902-1908). Mit dem Frieden von Versailles kam die Burg wieder in den Besitz des französischen Staates.
Heutzutage gilt die Burg als eine der am besten erhaltenen Burgen und ist das einzige im Elsass gelegene französische Monument national. Das beeindruckende Bastion, der Donjon und das Logis Seigneurial sowie der Ausblick ins Rheintal und der Blick auf nahe Ruinen anderer Burgen (z.B. Ortenbourg, Ramstein) haben die Burg zu einer beliebten Touristenattraktion gemacht.
Address: Alsace, France
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