Die Zuiderzeestraatweg war vom zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts bis tief ins 20. Jahrhundert die wichtigste Landverbindung zwischen dem Westen der Niederlande und den nordöstlichen Provinzen. König Willem I befahl 1825 den Bau dieser strategischen Straße zwischen Amersfoort und Zwolle. Die Straße ist bis heute weitgehend intakt und zwischen Harderwijk und Hattemerbroek wurde auch der ursprüngliche Name beibehalten. Im Hungerwinter nahm die strategische Bedeutung der Zuiderzeestraatweg noch weiter zu. Ab Ende September 1944 verbot Seyss-Inquart alle Lebensmitteltransporte in den Westen der Niederlande. Die Rationen in den Städten schrumpften schnell zusammen, und als auch noch ein sehr strenger Winter ausbrach, machten sich viele Menschen auf die Suche nach Nahrung. Zuerst in der eigenen Umgebung, aber bald schon auch weiter in den Osten und Norden des Landes. Die Zahlen der 'Hungerwanderer' übersteigen jedes Fassungsvermögen. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass in Amsterdam etwa 62% aller Familien auf Hungerfahrt gingen. Es wird angenommen, dass täglich etwa 50.000 Menschen ihr Zuhause verließen, um nach Nahrung zu suchen. Schätzungen zufolge überquerten insgesamt etwa 200.000 Menschen die Alte IJsselbrücke bei Zwolle. Ausgehend von einer Zeitspanne von etwa 6 Monaten handelt es sich also um durchschnittlich mehr als 1.000 Menschen pro Tag! An den kurzen Wintertagen konzentrierte sich der Andrang in relativ kurzer Zeit, denn gegen vier Uhr nachmittags wurde es Zeit, eine Unterkunft für die Dunkelheit und die damit verbundene Unsicherheit der Nacht zu suchen. Für diejenigen, die es selbst erlebt haben, sind die Bilder für immer im Gedächtnis eingegraben: Eine lange Reihe von Frauen, Teenagern und älteren Männern, die tage- oder wochenlang auf dem Fahrrad (auf Holzreifen), zu Fuß oder mit Handwagen, Lastenrädern oder Kinderwagen von zu Hause weg waren in der Hoffnung auf ein wenig Nahrung. Es erinnerte an die Kalverstraat in den letzten Tagen vor Sinterklaas, so voll war es; entlang der Zuiderzeestraatweg herrschte jedoch Armut. Hin und her legten Hungerwanderer Strecken von über 200 Kilometern zurück, und das mit einem ungewissen Ausgang. Die Deutschen lauerten immer auf der Lauer, und bei der Alten IJsselbrücke liefen viele buchstäblich und im übertragenen Sinn in die Falle. Auch die schlechte Kondition wurde für viele tödlich; es wird angenommen, dass insgesamt etwa 22.000 Menschen während der Hungerfahrten ums Leben gekommen sind. Augenzeugen haben sie in den Lastenrädern liegen sehen, bedeckt mit Stroh und Lebensmitteln.
Font: IJsseldelta
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Direcció: Hattem
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