Die Parkverwaltung interessiert sich nicht für eine angemessene Erklärung für Touristen, die den Park besuchen wollen. Auf der offiziellen Website findet man nur portugiesische Informationen. Abgesehen von ein paar Sätzen über die Wanderungen kann man sich die Kinn schlagen, was nützliche Informationen betrifft.
Auch im Park selbst ist es nicht anders. Eines der Highlights, der Aussichtspunkt Pedra Bela, ist erst ganz am Ende mit veralteten Holzschildchen markiert. Es gibt keinen Parkplatz: ein paar Ausbuchtungen entlang der Straße sollen ausreichen. Informationstafeln gibt es nicht.
Am Miradouro Petra Bela haben wir einen Panoramablick über die Berge rund um die Flüsse Rio Cávado und Rio Caldo. Es ist auch der Ausgangspunkt des Pedra Bela Trails.
Nach langem Suchen finden wir doch einen Wanderweg und sind bereit für eine zehn Kilometer lange Tour. Die Landschaft von Peneda-Gerês ist relativ unbekannt. Wir wissen nicht genau, was uns erwartet. Zunächst ist der Weg gut mit Markierungen gekennzeichnet, aber diese verschwinden schnell. Zum Glück gibt es viele Besucher, die gestapelte Steine als Wegweiser hinterlassen. In den schwierigen Abschnitten der Wanderung sind diese jedoch nicht vorhanden und es ist schwer, sich zu orientieren.
Die Wanderung bietet eine schöne Abwechslung von Landschaften. Zu Beginn fühlen wir uns wie in El Torcal in Spanien. Große Felsen und bizarre Formationen schaffen eine mysteriöse Märchenlandschaft.
Bald überkommt uns ein intensiver Kiefernduft in einem Wald. Noch ein wenig später laufen wir über eine Heide. Das erinnert uns seltsamerweise an den Nationalpark de Maasduinen in den Niederlanden.
Das Finale ist ein wunderschönes Tal, in dem ein -nun mäßig- fließender Bach seinen Weg durch eine grüne Landschaft bahnt. Wirklich wunderschön und der ideale Ort, um sich eine Weile zu entspannen. Das ist auch nötig, denn die Wanderung ist anstrengend: es gibt enorm viel Auf und Ab. Unsere Beine haben es gespürt.
Normalerweise sind während der Wanderung Wasserfälle zu sehen. Aber durch die Trockenheit und die Jahreszeit müssen wir uns mit einem Wasserfall begnügen, der sanft tröpfelt. Im Frühling muss das lohnenswert sein, denn der Wasserfall ist hoch und stürzt in Stufen nach unten. Heute jedoch gehen wir sehr oft durch das trockene Flussbett. Wir fragen uns, wie das ist, wenn der Fluss im nassen Zustand höher steht.
Es ist sicherlich keine Wanderung für Weicheier. Gefährlich wird es nie, aber man muss ausreichend fit sein, um in der brennenden Sonne einen beträchtlichen Höhenunterschied zu überwinden. Die Abwechslung und die schöne Natur, die man dafür bekommt, sind auf jeden Fall lohnenswert.
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