St.-Nikolauskirche (Gemeinde Perk)
Die früheren Kapellen entlang der alten römischen Verbindungswege wurden zu klein, sodass überall Kirchen gebaut wurden.
Sehr früh in der Geschichte (vor dem Jahr 1000) gab es nur eine Kapelle für Perk. Als diese verschwand, wurde in Perk eine zunächst der O.L. Frau gewidmete Kapelle aus Sandstein (nun St.-Nikolauskirche) errichtet. Diese Kapelle, von der der romanische Unterbau des Turms ein Überbleibsel ist, hat viel mit der Kirche von Humelgem und der von Kwerps gemeinsam. Zugang zur alten Kapelle, der zugemauert ist, sehen wir noch hinter dem Grabmal von Kardinal Goossens.
Der Turm wurde im Schelde-Romanik-Stil erbaut, der ein Zweig der nordfranzösischen und normannischen Schule ist. Diese Stilrichtung finden wir vor allem im Westen der Dijle, weil unsere Gegenden von dem Bischof von Kamerijk in Frankreich abhängig waren. Der Romanik zeichnet sich durch die gedrungene Form und Festigkeit der Bauweise sowie durch die Rundbogenfenster aus. Schelde-Romanik zeichnet sich besonders durch einen Mittelturm aus. Auch hier haben wir einen romanischen Turm mit quadratischem Grundriss, der zwischen dem Chor und dem Schiff steht. Ein Mittelturm (Schelde-Romanik) aus dem 12. Jahrhundert, also eigentlich für unsere Gegenden bereits spätromanisch, was wir an den Verzierungen mit Säulchen sehen können. Der Turm wurde später mit einer schlanken, eingeschnürten Nadelhaube gekrönt. Er zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Erscheinung mit Mauern von 1,5 Metern Dicke und seinen eleganten Klangöffnungen aus. Das Kirchengebäude hat im Laufe der Zeit viele Änderungen erfahren, die es von seinem ursprünglichen Bauplan entfremdet haben.
Die Kirche hatte zunächst die Form eines lateinischen Kreuzes. Noch während der romanischen Periode wurde die Kirche mit dem heutigen Schiff und dem Chor vergrößert. Im 14. Jahrhundert wurde der romanische Chor durch einen gotischen Bau mit drei Fenstern ersetzt. Der frühere Chor hatte, ganz nach den Gepflogenheiten jener Zeit, eine halbkreisförmige Bauweise. Im 16. Jahrhundert wurden Querschiffe an den letzten Bogen des Schiffs angebaut.
Im Jahr 1853 wurde die Kirche durch den Bau von zwei Seitenschiffen aus rotem Backstein erweitert. Dadurch wurde das Gebäude viel geräumiger, aber das lateinische Kreuz verschwand sofort, was bedauert werden muss.
Auch der rote Backstein hebt sich scharf gegen die schöne Sandfarbe des früheren Baues ab.
Perk ist vor allem bekannt, weil der große Maler David Teniers hier arbeitete und lebte.
David Teniers der Zweite verbrachte dreißig Jahre seines Lebens in Perk im Schloss De Dry Toren und starb 1690. Teniers war vor allem der Maler des Bauernlebens und der flämischen Volksfeste. Auf vielen seiner Gemälde verewigte er die Kirche von Perk und ihre Umgebung.
Datenquelle: Gemeente steenokkerzeel
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Adresse: Kerkdreef, 1820 Steenokkerzeel, Vlaanderen, Belgien
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