Der markanteste Punkt auf diesem schönen und abwechslungsreichen Rundwanderweg auf angenehmen Wegen und weiten Ausblicken ist der weithin sichtbare und leuchtende, vom Bund Naturschutz freigelegte "Weiße Fels" im Selbitztal an der Mündung des Grießbaches in die Selbitz.
Wir starten am Bahnhof und laufen auf dem Fußweg zwischen Selbitz und Straße zur Froschgrüner Brücke und weiter zum Beginn des Froschgrüner Parks. Wir laufen rechts der Bahnlinie und am Rande des Parks entlang geradeaus, später durch eine schmale Unterführung zur linken Seite. Zwischen der aufgelassenen Schleifmühle und dem Bahnkörper führt unser Wanderweg weiter talabwärts nach Ober- und Mittelklingensporn.
Die Schleifmühle diente zum Schleifen der Werkzeuge des Bergbaus. Nach dem Niedergang des Bergbaus wurde sie Schneid- und Mahlmühle und später Wohngebäude. Heute sind nur noch Reste der ehemaligen Mühle vorhanden. Die Selbitz, ein linker Nebenfluss der Saale, entspringt am Osthang des 698 m hohen Reusenberges bei Wüstenselbitz und mündet nach einem 36,6 km langen Lauf und einem Gefälle von 236 m bei Blankenstein in die (Sächsische) Saale. Ihr "Prunkstück" ist das rund 4 km lange, wildromantische Höllental. Wichtige linke Nebenflüsse sind Eierbach, Goldbach, Grönbach, Culmitz, Froschbach, Stebenbach, Lohbach, Thüringische Muschwitz. Rechte wichtige Nebenbäche sind Enziusbach, Edlendorfer Bach, Rauschenbach, Rothenbach, Siegelbach, Griesbach und Issigbach.
Wir überqueren den Bahnkörper, wenden uns nach links und laufen weiter am Rande des Selbitztales abwärts zum Griesbachgrund und zum "Weißen Felsen". Auf den Felsen selbst gelangt man über einen kleinen Steig kurz nach der Abzweigung. Schon vor der Felsformation biegen wir am oberen Talrand des Grießbaches nach rechts ab und laufen auf einem bequemen Weg am Waldrand und durch offene Fluren das schöne Tal aufwärts nach Grießbach.
Das Haus Nr.6, ein ehemaliges Hammerwerk, blieb bis heute als Vierseithof erhalten. Nach Alexander von Humboldt endet hier der lange Gang der Friedensgrube, der von Lichtenberg, von der Thüringischen Muschwitz aus, das Höllental unterquert und nach hierher führt. Es wurde nach Kupfer und Eisen gegraben.
Wir folgen der Ortsstraße in weitem Rechtsbogen durch den Weiler zum Wald und wandern immer im Wald auf dem alten Verbindungsweg weiter nach Froschgrün, am bereits bekannten Park vorbei und weiter zum Bahnhof, welcher auch eine Einkehrmöglichkeit bietet.
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