* Bruggesteenweg Nr. 41. Z.g. "SPERMALIEHOF" cf. gevelsteen in poort. Geschützt als Denkmal gemäß M.B. vom 10.06.2002. Ehemaliger Abteihof, seit 1972 neben Landwirtschaftsbetrieb auch für Höfetourismus genutzt. Historischer Hof, der auf das Kloster und die Kapelle "Unsere Liebe Frau von Nieuwland" zurückgeht, gelegen im kleinen Dorf Honkevliet, später Sint-Pieterskapelle genannt, gegründet von einem gewissen Gela im Jahr 1200; im Jahr 1235 offizielle Anbindung an den Zisterzienserorden. 1241-1246: Das Kloster zieht nach Sijsele um und erhält den neuen Namen "Unsere Liebe Frau von Neu-Jerusalem, genannt Spermalie"; das Kloster zu Sint-Pieterskapelle wird Abteihof. L.g. während der Französischen Zeit 1797 konfisziert. Qualitätsvolle Wiederaufbauhöfe signiert vom Architekten T. Raison (Brügge) und datiert durch die Inschrift "Spermaliehof wieder aufgebaut 1920", stilistisch übersteigend die typischen Wiederaufbauhöfe und entsprechend dem Bauprogramm, das von den Architekten T. Raison und A. Ronse im Buch "Fermes et constructions rurales en West-Flandre" angegeben wurde. Die Rosmühle wurde nicht mehr zurückgebaut; die nordöstliche Zugangsallee wurde durch eine Auffahrt an der nordwestlichen Seite ersetzt. Wiederaufbau mit Betonung der regionalen Stilmerkmale cf. Aufstellung: U-förmige, nahezu geschlossene Anordnung von Bauernhaus, zwei Stallflügeln und Scheune, jeweils im Norden, Westen, Süden und Westen eines teilweise beweideten, teilweise befestigten Hofes; an der Nordseite zugänglich über eine begrünte Auffahrt mit korbbogigen Einfahrtstor und entsprechender Fußgängerpassage; Bepflanzungen: Obstgarten im Nordwesten; Reste der ursprünglichen vierseitigen Umwallung im Norden und Nordwesten; Materialien: weiß gekalkte Ziegelbauweise über einem eingekleideten Sockel; flämische Ziegel für kurz überstehende Satteldächer mit Regenrinne, Dachfenster unter Satteldächern oder in den Stallflügeln ansteigend; traditionell gebundenes Holzwerk cf. Kreuzfenster mit profiliertem Mittelpfeiler, kleine Fensterteilung und Fensterläden; regionaltypische Bauelemente: (Seiten)giebel mit Mauerflechtungen auch für Dachfenster; Traufen; (Ecke)stützmauern; rechteckige Fensteröffnungen vertieft in korbbogigen Umrahmungen; korbbogige Türen; Einfahrtstor mit Statue der Unsere-Liebe-Frau und Wappen der damaligen Eigentümer, gestützt durch Stützmauern mit Einschnitten, die in einen pyramidenförmigen Spitzenbereich auslaufen; Gliederung: Bauernhaus mit fünf Jochen und einem Anbaujoch rechts, unter dem sich ein Kelleröffnung befindet; Stallflügel mit Backhaus rechts neben dem Bauernhaus; Scheune mit neun Jochen (Krüppelwalmdach) mit zwei geteilter Wagenhausbereich links. ABTEILUNG ROHM WEST-FLANDERN, Abteilung Denkmäler und Landschaften, Archiv Nr. 1811. ALLGEMEINES STAATSARCHIV BRÜSSEL, DVG., 11848. RONSE A., RAISON T, Fermes-types et constructions rurales en West-Flandre, Brügge, 1918.
Datenquelle: Huys, Martine; Kerrinckx, Hans & Vanneste, Pol
Urheberrechte: All rights reserved
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Adresse: Brugsesteenweg 41, Middelkerke
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