Pfarrkirche St. Dionysius Orientiertes Gotteshaus inmitten eines mit Bäumen gesäumten Garten, auf Höhe des 1806 aufgehobenen Friedhofs, der ca. 250 m nach O. verlagert wurde. Überdachtes Kruzifix an der W.-Fassade des S.-Querschiffs. Das Pfarrhaus befand sich früher im N.O. der Kirche; 1969 abgerissen. Im S. der Kirche: Kriegsdenkmal zum Gedenken an die gefallenen Geluwesen, unter der Leitung des Architekten H. Hoste (Brügge) von 1925. Kubistische „Ziegelstein-Skulptur“ mit Darstellung in Hochrelief von Frieden und flämischem Löwen jeweils auf Vorder- und Rückseite. Ursprünglich romanische Kreuzkirche mit dreischiffigem basilikalem Hauptschiff und Kreuzungsturm. 1555: Gründung des O.-L.-Frauenchores im N. des Hauptchores. 1565 und 1568: Schäden infolge des Bildersturms, hauptsächlich bezüglich der Kirchenausstattung und des Turms (Brand). Wiederherstellungs- und Erweiterungsarbeiten, unter anderem Verlängerung des Hauptchores und Bau des S.-Seitenchores 1717; möglicherweise auch im Jahr XVIII, Verbreiterung der Seitenschiffe, wenn hier angetroffene Jahressteine als 1740 (S.) und 1754 (N.) gelesen werden. 1911-1912: Abriss des Kreuzungsturms, Verlängerung des Querschiffs mit einer vorspringenden N.- und S.-Feld, wobei letzteres mit einem Turm gekrönt wird, und Bau neuer S.O.-sakristei, unter der Leitung des Architekten J. Carette (Kortrijk). Nach den schweren Schäden während des Ersten Weltkriegs stellt der Architekt A. Latte (Kortrijk) das Vorkriegsbild jedoch ohne die Turmspitze wieder her. Hallekirche mit S.-Querschiffturm. Exterieur architektonisch neoromanisch mit regionalem Einschlag; die Hallechöre bewahren größtenteils ihr ursprüngliches (spät-)gotisches Aussehen. Der Grundriss entfaltet: ein dreischiffiges Schiff von drei Feldern, ein vorspringendes Querschiff mit Armen von zwei Feldern – darunter der S.-Querschiffturm mit halbrunden Ecktoren –, ein Hauptchor von zwei Feldern + ein halbes Feld und zwei Seitenchöre von einem geraden Feld, im N. mit einem halbrunden Treppentürmchen und alle mit dreiseitiger Schließung; eine S.O.-sakristei und ein N.-Taufkapelle. Kirchengebäude errichtet aus Eisen-Sandstein – teils wiederverwendetes romanisches Baumaterial – auf Sockel von Arras-Sandstein; der Chorbereich jedoch mit aufsteigenden Mauerwerk aus dunklen Ziegelsteinen abwechselnd mit gelben, unter anderem für Fensterumrandungen und Eckbänder. Verwendung von Naturstein mit homogenerem Erscheinungsbild für Umrandungen von Maueröffnungen, Fenstern, tracierungen, Deckplatten. Schieferdach. Mittel- und Seitenschiffe unter gleichlaufenden Satteldächern. Drei W.-Giebel abgegrenzt durch Stützpfeiler, an den Ecken mit Einschnitten versehen. Der zentrale Giebel übernahm größtenteils sein romanisches Aussehen von vor 1911: die kaum verjüngenden Stützpfeiler bis zur Dachhöhe, die ähnlichen Stützpfeilere an beiden Seiten des Portals, und die typische Dekoration des Giebels mit annähernd rechteckiger Nische, unterteilt durch drei halbrunde Säulchen mit Würfelkapitell unter Kehlen. Des Weiteren neoromanisch interpretierte Maueröffnungen: W.-rundbogiges Portal mit dreigliedriger Archivolte abgefangen von dreiviertel Säulchen mit Blattkapitell, zentraler runder Oculus mit eingeschriebenem viellappiger Vierpass. Anschließende Bauform für die flankierenden Giebel mit rechteckigen Türen versehen mit Abtretungen, über denen die oben genannten Jahressteine, rundbogig Zwillingsfenster, und überlappende Lichtnischen, von denen die größte mit drei Pas gefüttert ist. Dieselbe neoromanische Ausarbeitung für Seitenwände und N.-Querschiffsgiebel cf. rundbogige Maueröffnungen zwischen eingeschnittenen Stützpfeilern; auch für den quadratischen S.-Querschiffturm von drei Geschossen unter anderem mit gekoppelten rundbogigen Schalllöchern und abgesetzt mit blinder rundbogiger Arkade unter dem Zeltdach. Andererseits (neo-)gotischer Chorteil mit noch ursprünglichen Mauerteilen cf. unter anderem N.-Seitenchor mit Datierung 1555 anhand leichterer Ziegelsteine. Stützpfeiler, beim N.-Seitenchor nur zur Unterstützung des Sockels. Rund- und spitzbogige Zwillingsfenster mit mehr oder weniger ausgearbeiteten tracierungen, jeweils aus Ziegel- und Naturstein. S.O.-sakristei in anschließender Bauform; Seiten-Treppengiebel. Verputztes Interieur mit weitläufigem Charakter, typisch für eine Hallekirche. Breite spitzbogenförmige Scheibogende aus Ziegelstein auf Säulen aus Arras-Sandstein mit achteckigem Sockel und Kapitell. Holztonnengewölbe mit bemalten Verzierungen; die Gurtbögen ruhen auf Konsolen mit Kopf. Im S.-Querschiff unter dem Turm: Ziegelstein Kreuzgewölbe mit (simili-?) Natursteinrippen und Loch. Mobiliar: Gemälde auf Leinwand aus dem XVIII: Kreuzabnahme (ca. 1705), Anbetung der Hirten, Martyrertod von St. Sebastian, Jesus mit den Emmaus-Jüngern. XIX-Gemälde: Hl. Dionysius mit seinen Richtern. Holzstatue aus dem XVIII von Hl. Rochus und Hl. Dionysius. Möbel: Altäre von nach W.O. I, hölzerner Kommunionbank von ca. 1700, barocke Beichtstuhl datiert 1696 und Replik von nach W.O. I, Chorgestühl aus XVIII b, Kanzel von ca. 1700 und zwei Brüderlisten aus XVIII. Archiv K.C.M.L., 325. (DECUYPERE D., VUYLSTEKE A. et al.), Über Geluwes Pfarrkirche Geluwe, 1976. HUYS E., Geschichte von Geluwe, dritte ergänzte Ausgabe eingeleitet von N. MADDENS und aktualisiert von D. DECUYPERE, Tielt, 1977, S. 60-72. (DESMIDT F.), Die Romanische Kirchenbaukunst in Westflandern, (Gent), 1940, S. 170-173. ROOSE-MEIER B., Fotorepertorium des Mobiliars der belgischen Betstätten, Provinz Westflandern, Kanton Wervik, Brüssel, 1977, S. 14-16.
Datenquelle: Delepiere, Anne Marie & Huys, Martine
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