Archäologische Stätte Ename

Beschreibung

Die archäologische Stätte in der ostflämischen Teilgemeinde Ename ist eine der vier Säulen des Provinzialen Archäologischen Museums.

Die Stätte ist 8 ha groß und liegt in den Scheldemeersen. Hier sind die Fundamente der ottonischen Burg, der Handelsniederlassung und der Sint-Salvator-Abtei erhalten geblieben. Die Burg wurde um 974 am Ende einer Landzunge in einer Mäanderkurve der Schelde erbaut. Geschriebene Quellen berichten, dass Gottfried von Verdun, auch Gottfried der Gefangene genannt, Mitglied der Familie Ardennen-Verdun, und seine Frau Mathildis von Sachsen, Witwe des flämischen Grafen Boudewijn III., die Bauherren waren. Innerhalb des Burgbereichs befand sich eine Unsere-Liebe-Frau-Kapelle, an die ein Kapitel von Kanonikern gebunden war, und die Burg selbst wurde als "außerordentlich stark" beschrieben. Diese Befestigung bildete zusammen mit der von der Mark Antwerpen und Valenciennes im Grenzverteidigungssystem der Markgrafschaften, das der deutsche Kaiser im Scheldetal ausgebaut hatte. An der Spitze stand ein Markgraf, der die Überwachung der Reichsgrenze sichern sollte, zunächst gegen das aufdringliche Grafschaft Flandern, das sich auf der anderen Seite des Stromes befand.

Die Familie Ardennen-Verdun war bekannt für ihre Treue zum Kaiser und entwickelte Ename zu einem besonderen Ort, dem wichtigsten Sitz Lotharingens, wie eine historische Quelle bezeugt. Der Komplex umfasste tatsächlich mehr als eine Burg. Es war auch ein Portus angeschlossen, eine Ansiedlung, die u.a. durch den zusätzlich Anreiz, den die Handelsaktivitäten vor Ort erhielten, eine städtische Ausstrahlung annahm. Zwei Kirchen, die Sint-Salvator-Kirche und die Sint-Laurentius-Kirche, markierten das starke Wachstum dieses Hafenstädtchens. Ename leistete einen Beitrag zur Stabilität im lothringischen Teil des Kaiserreichs.

Lang hielt diese internationale Ausstrahlung von Ename nicht an. Bereits 1047 nahm Graf Boudewijn IV. von Flandern die Burg und das Hafenstädtchen in Besitz. Boudewijn V. von Flandern gründete dort 1063 an derselben Stelle ein Benediktinerkloster, die Sint-Salvator-Abtei.

Übersetzt von OpenAI

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Kontaktinformationen

Adresse: Oudenaarde, Oost-Vlaanderen, Belgien

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