Kurzcharakterisierung:
Typologie: Hausmeisterwohnungen, Zäune, Landhäuser, Umfassungsmauern, Parks, Ställe
Stil: neo-flämische Renaissance-Stil
Datierung: viertes Quartal des 19. Jahrhunderts
Beschreibung:
Ende des 19. Jahrhunderts erbautes Schloss im neorenaissance Stil mit Nebengebäuden, gelegen in einem Park, der von der Straße durch eine Mauer abgeschottet wird.
Historie. Das Schloss wurde 1898-1899 für den Brauer und liberalen Politiker Jules Deconinck-Lagae (1841-1899) erbaut. Es entsteht gegenüber den damaligen Brauereigebäuden und einigen Stallungen, die Deconinck bereits 1882 entlang der Straße errichten ließ. Mit dem Bau des Schlosses werden diese Stallungen umgebaut zur heutigen Hausmeisterwohnung und Stallungen. 1899 zieht die Familie Deconinck von einem Haus, das an die Brauerei in der Brouwerijstraße angrenzte, in das neu errichtete Schloss um. Während des Ersten Weltkriegs wird das Schloss als Krankenhaus für deutsche Soldaten genutzt. Nach dem Tod von Marthe Eyben, der zweiten Ehefrau von Maurice Deconinck, wird das Anwesen 1967 von den Erben der Familie Deconinck verkauft.
Beschreibung. Schloss im Park, von der Straße separiert durch eine neue halbhöhe Mauer mit Zaun, zugänglich über einen zentralen Zugang (vorher war der Zugang an der Nordseite). Neorenaissance-Schloss gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Grundriss mit Anbauten und unter anderem einem vorgelegten Turmvolumen an der Südseite. Charakteristische orangefarbene Backsteinbauweise mit zwei Geschossen, belebt durch die Verwendung von Arduin für die verschiedenen neorenaissancistischen Verzierungen wie z.B. Gesimse, Sockel, Fensterumrandungen, Balustraden usw. Hoher Bruchstein-Sockel (erhöhte Erdgeschoss). Satteldächer, bedeckt mit Schiefer, mit Gauben und -fenstern. Hauptfassade mit zwei seitlichen Risaliten unter Giebeldächern mit Kuppelbekronungen und einem Spitzenstück unter einem rundbogigen Giebel (Datumstein "1898"); dazwischen drei tiefere, vorgelagerte Achsen, die von einer doppelten, aus Arduin gefertigten Treppe unter einem gusseisernen Vordach vorausgegangen werden. Rechteckige und rundbogige Öffnungen mit Schreinerwerk in Pitchpine. Ähnlich gestaltete Hinter- und Seitenfassade, jedoch hier mit zentralem Risalit unter Giebeldach. Zentral in der Giebelfläche an der Rückseite, Vermutung auf Anker mit den Buchstaben "J(D)C" (vgl. Bauherr Jules De Coninck). Holzkronenleiste auf Konsolen. Das Turmvolumen hat sechs Geschosse; die fünf unteren folgen in Rhythmus und Verzierung der Fassade; das oberste Geschoss ist schmaler. An die nordliche Seitenfassade wurde ein gusseiserner Wintergarten angebaut. Kürzlich an die Hinterfassade angebaute Veranda. Schönes Inneninterieur und bewahrter Grundriss mit zentraler monumentaler, neoklassizistischer Eingangs Halle über zwei Geschosse (Balustrade in Höhe des Obergeschosses). Rechts befindet sich ein blaues Salon im neoklassizistischen Stil, Billardzimmer mit aktueller Einrichtung. Links, die Treppe und ehemalige Diensträume. Zur Gartenseite das große und kleine Salon im neorenaissancistischen Stil mit unter anderem einem Kassettendecke, Säulenschornstein, Parkett und Paneeltüren. Die ursprüngliche Innenausstattung und -verarbeitung ist erhalten.
An der Straßenseite, Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Hausmeisterwohnung und Ställe im Südosten des Schlosses. Zwei parallel gelegene Volumen entlang einer gepflasterten Auffahrt. Verankertes Bauwerk aus roten und blaugrauen Ziegeln auf einem Arduinsockel unter Satteldächern (First rechtwinklig zur Straße). Verputzte und weiß gestrichene Straßenfassade mit segmentbogenförmigen Öffnungen (unter anderem Toren). Zur Parkseite, Einfahrt und kleine Volumen (Lagerorte) unter Sattel- oder Pultdächern, integriert in die Ummauerung und abgeschlossen mit schön ausgearbeiteten, hölzernen Windblenden.
KATASTERARCHIV WEST-VLAANDEREN IN BRUGGE, 207: Mutationsskizzen, Harelbeke, 1883/18, 1892/11.
ALMEY B, OPSOMER G., Die Harelbeekse Gewählten für den Senat (1831-1893), in Tijdingen von der Roede von Harelbeke, Jg. 8, Nr. 1, 2005.
BAERT K., CAUWE R., 100 Jahre Sint-Augustinus. Ein Jahrhundert Pfarrleben in Stasegem (1902-2002), in De Roede von Harelbeke (De Leiegouw), Nr. 22, Harelbeke, 2002, S. 21.
Bilder aus der Vergangenheit, Harelbeke-Bavikhove-Hulste-Stasegem, Harelbeke, 1978, S. 165.
CAUWE R., Harelbeke in alten Postkarten mit einigen Abbildungen von Stasegem, Zaltbommel, 1972, Nr. 70.
Harelbeke grafschaftliche Stadt, Harelbeke, 2003, S. 139.
Quelle: Vanwalleghem A. & Creyf S. 2009: Inventar des Baudenkmals, Provinz Westflandern, Gemeinde Harelbeke, Teil I: Stadt Harelbeke, Teil II: Teilgemeinden Bavikhove und Hulste, Bauen durch die Jahrhunderte in Flandern WVL42, (unveröffentlichte Arbeitsdokumente).
Autoren: Creyf, Silvie & Vanwalleghem, Aagje
Datenquelle: inventaris bouwkundig erfgoed \ bouwkundig relict
| | Öffentlich | Dänisch • Englisch • Französisch • Italienisch • Niederländisch • Spanisch
Adresse: Brouwerijstraat 2, Harelbeke, West-Vlaanderen, Belgien
Statistiken
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