Kloster- und Schulkomplex der Schwestern von Maria Ingelmunster

Datenquelle: Moeykens, Sofie, 10-11-2011, ©Projectvereniging TERF

Urheberrechte: All rights reserved

Beschreibung

Kloster- und Schulkomplex der 'Schwestern von Maria Ingelmunster', zurückgehend auf die sogenannte "Assemblée des Filles de la Charité", 1769 gegründet von Pastor P.J. Dufort. Zunächst siedelten sich die Schwestern in einem Bürgerhaus an der damaligen Meulebekestraat an, um eine Armenschule einzurichten. 1872 und 1882-1883 wurden jeweils der sogenannte Versammlungssaal und Klassenzimmer gebaut. Nach den Befreiungstagen von 1918, in denen der Überlieferung nach ein wunderbares Marienbild verhinderte, dass das gesamte Gebäude in Flammen aufging, nahm die Kongregation den Namen 'Schwestern von Maria' an. Das heutige Gebäudekomplex stammt aus dem vierten Quartal des 19. Jahrhunderts sowie der ersten Hälfte und dem dritten Viertel des 20. Jahrhunderts. An der Straßenseite von links nach rechts, Kloster- und Schulgebäude aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts mit historisierenden regionalistischen Einflüssen und einem Schulgebäude aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, das sich eher an der neuen Sachlichkeit orientiert. Im hinteren Bereich befindet sich die Kapelle von 1957. Kloster- und Schulgebäude mit dreißig Joche, teilweise auf erhöhtem Erdgeschoss und zwei Bauetagen unter Sattel- und Mansarddächern, letztere mit gebogenen Dachfenstern (First parallel zur Straße, mechanische Ziegel), jeweils für die Gebäude aus den 1920er Jahren und den Kern aus dem vierten Viertel des 19. Jahrhunderts mit Fassadenverkleidung von 1911 (siehe Jahresstein). Zur regionalen Backsteinarchitektur gehört die systematische Anwendung der vertikalisierenden Brugse-Joche, die die abgeschrägten Wandöffnungen umschreiben, mit oder ohne die Einbeziehung der Kellerfenster. Der Unterschied zwischen dem ältesten Kern mit Verkleidung von 1911 und den angrenzenden Flügeln von 1920 liegt in der Farbigkeit des Backsteins und den etwas gedrängteren Proportionen, die unter anderem mit der Breite des Treppengiebels und den Pfeilern zusammenhängen. Die Fassade der links und rechts angrenzenden Flügel aus den 1920er Jahren ist außerdem geprägt von einem Wechsel zwischen risalitbildenden Treppengiebeln und Staffelgiebeln. Profilierte Portale unter Marianis, der von einer aus Sandstein bestehenden Steintreppe eingeleitet wird; erhaltenes Holz- und Eisenwerk (Nr. 8). Die Rückseite des rechts angrenzenden Flügels ist jedoch zeitgenössischer gestaltet (siehe straffe rechteckige Fensterreihen). Im rechten Winkel zum ältesten Kern mit Verkleidung von 1911, Anbau eines Flügels aus dem vierten Viertel des 19. Jahrhunderts unter einem Mansarddach mit Glockentürmchen. Parallel zu diesem Flügel verläuft ein Klostergang aus den 1950er Jahren zur Kapelle; Wände geöffnet durch große Rundbogenfenster und bedeckt mit einem Walmdach mit sichtbar belassenem Gebälk. Rechts angrenzende Schnitt- und Nahtschule, angeblich von circa 1925; sieben Joche auf erhöhtem Erdgeschoss und drei Bauetagen unter Satteldach (First parallel zur Straße, mechanische Ziegel). Symmetrisch gestaltete Fassadenfront in der Linie der neuen Sachlichkeit, gekennzeichnet durch herausragende Risalite, die durch Ecklisenen abgrenzt sind. Große rechteckige Fenster unter durchgehenden Betontäfelungen. Im mittleren Risalit, Zugangstor in gerahmter und abgeschrägter Sandsteinhülle, mit darüber einem Marienbild. Teilweise erhaltenes Holzwerk mit horizontaler Riegelverteilung. Hinter dem Kloster befindet sich eine orientierte einschiffige Klosterkapelle von 1957, angeblich entworfen von Architekt A. Corselis (Ingelmunster). Der Grundriss zeigt ein Schiff mit sieben Joche, einen schmaleren Chor mit gerader Schließung und einer nach Südosten gelegenen Sakristei. Dunkle Schmuckstein; steile gebogene Schieferdächern (First senkrecht zur Straße) und ebenso für die Sakristei. Gestaltete regionale Elemente im steilen westlichen Giebel an den Schulterstücken sind: das große Auge mit schwerer Kreuzteilung und die quadratische Dachlaterne unter einem Zeltdach; die gekoppelte Fenster, Strebepfeiler und Dachgauben in den Seitenwänden gehören zur gleichen Formensprache. Schlichter weißverputzter Innenraum, dominiert von einem Betondach mit Gurtenbögen und intervenierenden Stehkappen der Dachgauben. Spitzbogen zwischen Schiff und Doxal sowie Schiff und Chor. Kein erwähnenswertes Mobiliar. Vor und hinter der Kapelle ein relativ großer Klostergarten, dominiert von Heckenstrukturen mit Hainbuchen und Koniferen; im Hintergrund Lourdesgrotte und Labyrinth, das auf ein umzäuntes Kreuzbild mündet. SCHWESTERN VON MARIA INGELMUNSTER, Wir feiern zwischen gestern und morgen, 2. Juli, 1769-1994, Ingelmunster (Broschüre).

Datenquelle

Datenquelle: De Gunsch, Ann; Metdepenninghen, Catheline; Tansens, Annick & Vanneste, Pol

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Adresse: Schoolstraat 8, Ingelmunster

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