Datenquelle: Pauwels, Oswald, 01-01-1970, ©Vlaamse Gemeenschap
Urheberrechte: All rights reserved
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Malerisch gelegenes Landkirchlein am linken Ufer der Leie mit teilweise mauerumgebenem Friedhof und umgebender Bepflanzung. Erste Erwähnung einer Kirche im Jahr 939, jedoch vermutlich noch früher, da Afsnee bereits im Besitz der Abtei St. Peter unter König Lothar erwähnt wurde. Die heutige Kirche ist jedoch das Ergebnis zahlreicher Umbauten. Romanischer Kern aus dem späten 12. Jahrhundert in Form eines lateinischen Kreuzes mit Kreuzungsturm. Geplant als dreischiffige Kirche (Fundamente waren vorhanden), jedoch wurde vermutlich nur das Mittelschiff ausgeführt. Quadratischer, im Achteck übergehender Kreuzungsturm aus dem 13. Jahrhundert oder etwas später mit spitzbogenförmigen Glockenöffnungen. Die nordliche Wand des Schiffs wurde etwa Ende des 15. Jahrhunderts (?) in Ziegelstein wiederaufgebaut und mit drei gotischen Spitzbogenfenstern versehen, ein großes Spitzbogenfenster wurde in die östliche Wand des Chors eingebaut (Spuren sichtbar auf dem Dachboden). Circa 1767-68 wurden unter der Leitung von L. De Villegas, dem Baumeister der St. Peters-Abtei, bedeutende Restaurierungsarbeiten durchgeführt: die verschiedenen Giebel wurden in Ziegelstein höhergezogen und die Dächer erhöht, der Turm restauriert und das Zimmermannsarbeit erneuert. Eine verputzte Decke wurde im Schiff und im Chor als Ersatz für das hölzerne Gewölbe angebracht. Im Jahr 1786 wurde die Schieferdeckung erneuert. Laut einer Jahreszahl auf einem Balken wurde 1806 vermutlich das Dachgebälk des Schiffs repariert. In den Jahren 1905-1906 fanden umfassende Restaurierungen unter der Leitung des Architekten A. Van Assche statt: rekonstruktive (Wieder)Aufbau der Seitenschiffe und Reparatur der übrigen Teile der Kirche im romanischen Stil, die nordliche Wand des Schiffs wurde in Bruchstein wiederaufgebaut und mit Rundbogenfenstern versehen, ebenso für den Chor und die Giebel, Restaurierung des Interieurs. Reparaturen unter anderem am Dach erfolgten 1954-58 und 1974 unter der Leitung des Architekten A. Bressers. Der aktuelle Grundriss zeigt ein basilikaähnliches dreischiffiges Schiff mit drei Jochen, einen Kreuzungsturm auf quadratischem Grundriss, nicht vorspringende Querschiffarme und einen Chor von einem Joch mit gerader Schließung; links und rechts im Winkel jeweils ein kleiner rechteckiger Abstellraum und Sakristei. Außen komplett aus Tournai-Kalkstein in unregelmäßigem Verband (opus incertum) unter Satteldach (Schiefer) mit anliegenden Pultdächern. Über dem Dach erhebt sich der achteckige Kreuzungsturm mit einem Schiefernadeldach. Übergang zwischen quadratischer Basis und achteckiger Gliederung der Glockenstube durch dreieckige Aufschüttungen (Schindeln) und darüber umlaufender Sohlbank. Querschiffarme unter separaten Satteldächern. Westliche Fassade mit hohem Giebel, unterstützt von zwei schweren abgeschrägten Stützmauern, über dem Korbbogenportal durch ein Schieferdach verbunden. Rundbogenfenster mit breiten abgeschrägten Tageskanten; Glasmalerei. Kleines Rundbogenfenster in der Giebelspitze. Blinde Wände der Seitenschiffe, auf der nordlichen Seite mit einem Giebelstein: "Restauriert und vergrößert im Jahre 1906 - J. Matthieu, Pfarrer"; auf der südlichen Seite unten mit eingemauertem Fischgrätverband aus dem Fundaments. Rundbogenfenster in den Seitenschiffen und als Oberlichter; ein großes Fenster in der östlichen Wand des Chors. Spitzbogenöffnungen im Turm. Innenraum in drei Schiffe unterteilt durch schwere rechteckige verputzte Pfeiler (Arduinen-Sockel) mit feinen Kämpfern an der Innenseite der Rundbögen. Kreuzung mit vier Spitzbögen auf schweren rechteckigen Pfeilern. Etwas niedrigerer Chor von einem Joch mit in der nordlichen und östlichen Wand jeweils drei hohen Rundbogen-Nischen, in der Mitte durchbrochen von einem Rundbogenfenster, ausgestattet mit Buntglas (in der Ostwand gestiftet im Jahr 1907 von Graf de Hemptinne). Schiff und Chor mit flacher hölzener Decke versehen; Seitenschiffe mit schräg abfallender hölzerner Decke, Querschiffarme mit korbbogigem hölzernem Tonnengewölbe und Kreuzung mit verputztem Kreuzrippengewölbe. Mobiliar: Gemälde: Taufe Jesu im Jordan von Th. Rombouts (18. Jahrhundert) Bildhauerei: Pietà in Terrakotta mit Resten von Polychromie (17. Jahrhundert); Jesus am Kreuz, stammend von der Calvarie (ursprünglich außerhalb der Kirche), Holz mit Spuren von Polychromie (16.-17. Jahrhundert) Retabel nach Entwurf von Baron J. Bethune, ausgeführt von L. Blanchaert, polychromiertes Palmholz und Eiche, jede Statue einzeln datiert zwischen 1860 und 1906, aus dem Schloss de Hemptinne von Maaltebrugge. Taufbecken aus Sand- und Hartstein, datiert 1601 und geschenkt von Van der Guchte (Inschrift).
Datenquelle: Bogaert, Chris (1983)
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Adresse: Afsneedorp, Gent
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