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Wanderung entlang von Knotenpunkten durch Geraardsbergen. Start an der Poelaertplas in Richtung der Abtei und dem Oudenbreg (der Muur), dann ins Zentrum hinunter und weiter zum Arduinbos über die Buizemonten. Dann geht es in Richtung Moerbeke und Sint-Paulus zum Klysbos und Rapaillebos, um dann den Weg fortzusetzen zu den Gavers und rund um den Weiher zurück zum Ausgangspunkt.
Knotenpunkte: 2-44-49-50-51-52-54-98-55-99-17-16-15-28-26-24-67-68-617-618-30-27-11-4-1-3-93
Geraardsbergen
Geraardsbergen ist eine Stadt in der belgischen Provinz Ostflandern. Die Stadt liegt in der Denderregion, am Dender und an den Oudenberg. Die Stadt zählt über 33.000 Einwohner (2016), die als Geraardsbergenaars bezeichnet werden. In der Radsportwelt ist die Stadt berüchtigt wegen des steilen und holprigen Anstiegs zur Muur von Geraardsbergen. Die Stadt ist auch bekannt für ihre Mattentaart. Das jährliche Fest der Krakelingen und Tonnekensbrand wurde von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Die heiligen Bartholomäus und Adrianus sind ihre Schutzpatrone. Die lokale Bezeichnung für Geraardsbergen lautet Giesbaargen.
Oudenberg und die Muur von Geraardsbergen
Der Weg zur Muur ist voller Geschichte. Lange bevor die ersten Radfahrer ihr Glück versuchten, zogen schon Menschen zur 110 Meter hohen Spitze, um in der Oudenbergkapelle zu beten. Das und vieles mehr erfährst du bei einer historischen Führung auf der Muur. Oben erwartet dich ein spektakulärer Panoramablick über die Region!
Auf diesem Erdball gibt es drei „Muren“, die weltberühmt sind: die Berliner, die Chinesische und die von Geraardsbergen. Zu Recht, denn alle drei haben die Geschichte geprägt. Mit ihrer Länge von 1075 m, ihrem steilen Anstieg und ihren horizontalen Kopfsteinpflastersteinen ist die Muur ein wahrhaftiger Klassiker in der flämischen Radsportgeschichte! Der Kopfsteinpflasterweg ist vor allem durch die Ronde van Vlaanderen bekannt: jahrelang war die Muur der vorletzte und oft auch entscheidende Anstieg in diesem Radrennen. Mit ihrem höchsten Steigungsprozentsatz von 20 % ist die Muur ein echtes Monument. Wer die Muur erklimmt, wird auch belohnt: Sie führt nämlich zur 110 Meter hohen Spitze des Oudenberg, von der aus du einen spektakulären Panoramablick über die Region hast.
Oudenbergkapel
Erholung und Ruhe findest du im Schatten der neobarocken Onze-Lieve-Vrouwkapel (1905-1906), einer freien Kopie der Kapelle von 1640. Jede Stunde wehen die Klänge der Glocken zu dir von der Kapelle herüber. Gläubige kommen seit dem Mittelalter hierher, um die heilsame Kraft des wundertätigen Bildes von Onze-Lieve-Vrouw zu erfahren. An der Orientierungstafel (1928) genießt du einen atemberaubenden Blick über das gesamte Dendervallei. An klaren Tagen siehst du sogar Ninove, ein Städtchen etwa 14 Kilometer von hier. Der nahegelegene aus Grauwacke errichtete Pfeiler ist das Einzige, was von der Lessense Poort übrig geblieben ist, einem Stadttor, das 1862 abgerissen wurde. Ein Stück tiefer steht ein Schloss, das Ende des 18. Jahrhunderts bescheiden als Landhaus der wohlhabenden Familie Spitaels begann, die im 19. Jahrhundert Eigentümer des Großteils des Oudenberg wurde. Sein heutiges Aussehen erhielt das damals genannte Château de la Montagne nach einem umfangreichen Umbau in 1889-1890. Auf der anderen Seite bemerkst du eine Treppe mit 33 Stufen, die für den Besuch von Willem I, König der Niederlande, im Jahr 1829 angelegt wurde. Zumindest wird das so erzählt. Laut nebligen Legenden sollen Druiden an diesem Höhenpunkt der Region Sonnenopfer gebracht haben. Das Tonnekensbrand, von mittelalterlichem Ursprung, ersetzte dieses heidnische Ritual. Zusammen mit dem Krakelingenwurf bildet es ein großes Volksfest für Jung und Alt. Am letzten Sonntag im Februar feiert man das Ende des strengen Winters und den Beginn des zarten Frühlings. Ein Fass, gefüllt mit Pech und umwickelt mit Stroh, wird in Brand gesteckt. Das Feuer ist kilometerweit sichtbar. Die umliegenden Gemeinden beantworten die auflodernden Flammen mit eigenen Freudenfeuern. Diese Feierlichkeit trägt passend den Namen Walmke Brand. So vertreiben die zahlreichen leckenden Flammentzungen den dunklen Winter. 2010 erkannte die UNESCO dieses wunderliche Fest als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit an. Man flüstert, dass der Oudenberg ein Grabhügel sein könnte. Sicher ist, dass der Oudenberg ein Gipfel auf dem langen Kam des Buizemont-Hügels ist, über den einst der alte, möglicherweise keltische, Schapenweg verlief.
Manneken Pis
Täglich machen sich rund hundert Touristen nach Brüssel auf, um dort das berühmte Manneken Pis zu besichtigen und zu fotografieren. Doch sie stehen am falschen Ort, denn das Manneken Pis von Geraardsbergen ist das älteste! Brüssel und Geraardsbergen haben beide ein Manneken Pis, doch das von Geraardsbergen ist das älteste. In der Tat: Es liegt genau 160 Jahre vor dem von Brüssel. Mit anderen Worten, während das Manneken von Brüssel zögerlich begann zu pinkeln, hatte unseres bereits einen ganzen Dender vollgepinkelt. Fiktion? Nein, die Wahrheit. Historisch bewiesen durch Stadtrechnungen. Die Geschichte von Manneken Pis beginnt im Jahr 1452. Übrigens nicht so ein wenig erfreulicher Anfang für Geraardsbergen, denn in diesem Jahr legten Horden wilder Gentenaars die Stadt in Schutt und Asche. Auch die Brunnen auf dem Markt wurden dem Erdboden gleichgemacht. Die Gentser Barbaren stahlen sogar einen kunstvoll geschnitzten Löwenkopf, der als Brunnenverkleidung diente. Die Geraardsbergenaars waren tief verletzt und wütend. Dennoch blieben sie zivilisiert: Sie schickten sofort Hendrik Joos nach Gent, der höflich ihren Löwenkopf zurückfordern sollte. Hendrik hatte keinen Erfolg. Drei Jahre später, im Jahr 1455, hatte der Stadtmagistrat von Geraardsbergen die geniale Idee, bei dem Brüsseler Brunnenmeister Jan Van Der Schelden ein "lattoenen mannekin", sprich ein Männchen aus gelben Kupfer, zu bestellen. Die Geraardsbergenaars hatten nämlich wieder Lebenswillen und wollten ihre Stadt nach den Zerstörungen von 1452 erneuern. Das erste Manneken Pis, das geliefert wurde, war allerdings ein paar Nummern zu groß für die Sockel. Kein Problem: Es wurde ein kleineres bestellt. Nach einer Schwangerschaft voller Hindernisse erblickte die Figur schließlich im Frühjahr 1459 das Licht der Welt: Das Geraardsberger Manneken Pis ist geboren! Das Geraardsberger Manneken Pis hat im Jahr 2017 genau 307 Kostüme gesammelt. Seit 2016 können die Kostüme im Manneken Pis Museum (Infobüro Visit Geraardsbergen, Markt z/n) bewundert werden. Rund um das Geraardsberger Manneken Pis wurde eine Bruderschaft gegründet. Der Kapiteltag der Bruderschaft des Manneken Pis findet jährlich am ersten Sonntag im Juni statt, gefolgt von der goldenen Manneken-Pis-Wurf.
Sint-Bartholomeuskerk
Der Ursprung der Kirche liegt in der im 12. Jahrhundert erbauten 'Kapelle von Onze Lieve Vrouw ter Maerct'. 1515 wird in einer feierlichen Prozession die Reliquie des heiligen Bartholomäus aus dem benachbarten Dorf Sint-Martens-Lierde nach Geraardsbergen gebracht. Die spätgotische Pfarrkirche trägt fortan den Namen dieses Apostel-Martyrers. Bartholomäus wird angerufen gegen Nerven- und Hauterkrankungen und ist unter anderem der Schutzpatron der Gerber. Die Reliquie des Heiligen ist in einem prächtigen silbernen Schrein (1719) aufbewahrt. Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Zeit reif für eine Anpassung im französischen Rokoko-Stil, so wie das Rathaus. Der Geraardsberger Schreiner und Bildhauer Gilles de Ville und einige Kollegen fertigen verschiedene elegante Möbel, darunter den naturalistischen Kanzel. Ende des 19. Jahrhunderts dreht der Gentser Architekt August Van Assche die Zeit drastisch zurück ins Mittelalter. Die Kirche gewinnt ihr gotisches Äußeres zurück. Innen glänzt fortan ein prächtiges neogotisches Interieur, inspiriert von Louis Bert de l'Arbre, mit dem Chor als seinem Höhepunkt. Der Pate der Neogotik in Geraardsbergen ist so stolz auf den prestigeträchtigen Auftrag, dass er die Ausmalung von Chor und Querschiff ganz kostenlos vornimmt. Einzigartig ist, dass das Interieur besonders gut erhalten geblieben ist, von den Fensterverglasungen und Altären bis zu den glänzenden Lichtern an den Chorstühlen. Fast einzigartig in Flandern.
Rathaus
Das Rathaus von Geraardsbergen hat eine sehr alte Geschichte. Das mittelalterliche Schepenhaus hatte eine burghaftige Ansicht mit vier Ecktürmen, die bis zum Boden reichten. Belagerungen und Brände richteten große Schäden an, worauf zwischen 1598-99 eine gründliche Restaurierung stattfand. Dabei wurden drei der vier Ecktürme erheblich gekürzt, und mittig auf dem Dach erschien auch ein kleines Glockentürmchen. Ein Bild aus dieser Zeit wurde 1641 in einer Gravur in der Flandria Illustrata von Sanderus festgehalten. In 1752-53 wurde das Rathaus im Louis XV-Stil mit einer verputzten Fassade umgebaut, aber nach diesem kurzen Intermezzo erhielt es 1891 einen neogotischen Umbau. Architekt Pieter Langerock orientierte sich an dem Bild von Sanderus aus 1641. Die zivilen Trauungen finden im alten Schepenzaal im ersten Stock statt. Hier hängt noch eine alte Rechtsprechung aus dem Jahr 1525 mit dem Jüngsten Gericht und den sieben Hauptsünden. Das erinnert an die Zeit, als das Schepenhaus noch ein Gericht war. Die Gemeinderatsitzungen finden im Sitzungssaal im zweiten Stock statt. Die ehemalige Tuchhalle im Erdgeschoss ist mit gotischen Kreuzgewölben bedeckt und gehört zum touristischen Informationsbüro.
De Gavers
De Gavers ist ein Freizeitzentrum in der belgischen Stadt Geraardsbergen. Es ist ein Provinzgebiet in der Provinz Ostflandern. Das Gebiet liegt nordöstlich des Stadtzentrums, entlang des Dender im Stadtteil Onkerzele. Das Gebiet liegt um einen etwa 20 ha großen Wassersee. Es bietet Platz zum Wandern oder Radfahren und hat einen Strand sowie ein Sport- und Freizeitzentrum mit mehreren Terrassen und Cafeterien. Außerdem gibt es auch einen Campingplatz, Trekkershütten, Bungalows und eine Jugendherberge.
Raspaillebos
Am Hang des Bosberg, eingeklemmt zwischen den Tälern von Dender und Mark, liegt das Raspaillebos. Die Landschaft kombiniert die steilen Züge der Flämischen Ardennen mit den sanften Hügeln des Pajottenlandes.
Das Raspaillebos ist ein Naturschutzgebiet in den Flämischen Ardennen im Süden von Ostflandern. Der Wald liegt in der Gemeinde Geraardsbergen, nahe der Provinzgrenze zu Galmaarden. Hier kannst du wandern, so viel du willst. Als Überbleibsel des großen Kolenwaldes bildet das Raspaillebos eine Einheit mit dem Moerbekebos, dem Karkoolbos und dem Kluisbos. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet fast komplett abgeholzt. Dennoch war es nie Agrarland, sodass es seinen Pflanzenreichtum behielt. Wandern im Raspaillebos bietet für jeden etwas. Der südliche Rand des Raspaillebos ist ein großes Quell-Amphitheater. Überall in den Hangknicken sickert kalkhaltiges Wasser aus dem Boden und sprudeln Bäche. Hier entwickelte sich eine reiche Flora, die im Frühling einen Flickenteppich aus Blau, Weiß und Gelb bildet. Auf dem Gipfel des Bosberg hast du darüber hinaus einen herrlichen Blick über das Dender- und Marktal. Ein weites Panorama mit Dutzenden von Kirchtürmen erstreckt sich bis zum Horizont von Brüssel.
Von früh im Frühjahr bis spät im Frühling färbt sich der Wald gelb, weiß und lila mit wilden Narzissen, Waldanemonen, Maiglöckchen, Boshyacinten und Bärlauch. Das zarte Frühlingsgrün der Buchen verwandelt sich im Sommer in tiefgrün und wird im Herbst gelblich-braun. Besonders entlang der Waldwege schafft die Durchforstung ein ideales Milieu für seltene Waldschmetterlinge, wie den Ulmen-Zipfelfalter, den Eichen-Zipfelfalter und den kleinen Eisvogel. Auch der Kaiserfalter, der große Schillerfalter und das Waldweißchen zeigen hier ihre tänzerischen Sommertänze. Durch kleine Eingriffe entlang der Quellbäche erhält auch der Feuersalamander neue Chancen. Tagsüber versteckt sich der Salamander unter Steinen, Baumstümpfen oder in alten Mäuselochern. Jagen tut er nachts. Nur bei Regen kann man ihn tagsüber sehen.
Arduinbos
Das Arduinbos ist ein Naturschutzgebiet am Rand der Flämischen Ardennen in Südostflandern. Das Naturschutzgebiet liegt auf dem Gebiet der Stadt Geraardsbergen im Stadtteil Overboelare. Es liegt in der Nähe des Boelarebos, der Hohen Buizemont und dem Naturschutzgebiet de Rietbeemd an der Grenze zur Provinz Hennegau (Zwei-Akren). Der Wald ist europäisch geschützt als Teil des Natura 2000-Habitatrichtliniengebietes „Wälder der Flämischen Ardennen und andere südflämische Wälder“. Das Arduinbos ist ein Laubwald, hauptsächlich mit Buchen.
Kluysbos
Das Kluysbos ist ein Naturschutzgebiet in der flämisch-brabantischen Gemeinde Galmaarden. Der 15 Hektar große Wald liegt im Tal der Mark im Pajottenland, nahe dem Bosberg an der Grenze zu den flämischen Ardennen in Ostflandern. Das Waldgebiet schließt außerdem an das Raspaillebos, Moerbekebos und Karkoolbos an. Der hügelige Quell-Laubwald wird von der 'vzw De Mark' (Natuurpunt Abteilung 'Markvallei') verwaltet und besteht hauptsächlich aus Eiche, Buche, Kastanie und Erle. Das Kluysbos ist gekennzeichnet durch Frühjahrsblüher wie Waldanemone, wilde Hyazinthe, Bärlauch und Butterblume. Im Kluysbos leben unter anderem die Brandtsche Fledermaus, die gewöhnliche Zwergfledermaus, die Späte Führer, der Mäusebussard, der Habicht, der Kuckuck, der mittlere Buntspecht, der Brombeersänger, der graue Fliegenfänger, der Baumkleiber, der Glanzkopf, der Mattschnabel, der Pflaumen-Metirken und der orange Schmetterling. Das Kluysbos ist als europäisches Natura 2000-Gebiet (Wälder der Flämischen Ardennen und andere südflämische Wälder) anerkannt und Teil des flämischen ökologischen Netzwerks.
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